Die sogenannte Flughafenmalaria wird durch eingeschleppte, infizierte Anopheles Mücken im Umfeld von Flughäfen mit Verbindungen in Endemiegebiete übertragen. / © Getty Images/mtcurado
Nach mehreren Malaria-Fällen bei Mitarbeitenden des Frankfurter Flughafens sind zwei Bewohner eines nahegelegenen Stadtteils an der Infektionskrankheit erkrankt. Beide Personen leben im Stadtteil Schwanheim, der sich in unmittelbarer Nähe zum Flughafen befindet, wie das Frankfurter Gesundheitsamt mitteilte. Die beiden Erkrankten sind demnach in medizinischer Behandlung.
Laut der Stadt Frankfurt haben die beiden infizierten Personen weder am Flughafen gearbeitet, noch haben sie sich zuvor in einem Malaria-Endemiegebiet aufgehalten. Das Gesundheitsamt untersuche derzeit, wie es zu den beiden Infektionen gekommen ist.
Der Leiter des Gesundheitsamts Dr. Peter Tinnemann, rief die Bevölkerung sowie Ärztinnen und Ärzte auf, bei Symptomen an eine Flughafen-Malaria zu denken. Beispielsweise bei Fieber, aber auch bei unspezifischeren Symptomen wie etwa Bauchbeschwerden. Ob es sich bei den Erkrankten um Männer oder Frauen handelt, teilte das Gesundheitsamt nicht mit.
Ende August waren insgesamt sechs Fälle von Malariainfektionen bei Mitarbeitern des Flughafens bekannt geworden. Zwei Menschen waren gestorben – einer Anfang Juli, der andere im August.