| Melanie Höhn |
| 16.09.2026 10:40 Uhr |
Der vom Pharmagroßhändler Phoenix getragene Gründungspreis hat einen Apothekenleiter ausgezeichnet, der mit einer Neugründung oder Übernahme innovative Impulse setzt: Den Award erhielt Markus Kirchner, Inhaber der Koala-Apotheke in Berlin seit dem 1. März 2026. »Ich möchte zeigen, wie die Apotheke der Zukunft als Gesundheitsanker und moderner Arbeitgeber aussehen kann. Denn Apotheke kann mehr als Rezepte abgeben: Sie kann ein Ort für echte Prävention von jung bis alt sein – wenn wir den Mut haben, sie neu zu denken«, sagt er.
Dr. Sven Simons, Leiter des Bereichs Marketing und Public Affairs & Marktkommunikation Deutschland, hob den »unternehmerischen Mut und Gründungsmut« der nominierten Apothekerinnen und Apotheker hervor. Eine Gründung baue dabei auf zwei wesentlichen Säulen auf: pharmazeutischer Kompetenz und unternehmerischem Denken. Gerade angesichts wirtschaftlicher Herausforderungen und der aktuellen Apothekenreform gebe es »viele Gründe, sich gerade jetzt selbstständig zu machen«.
Die PTA Luna Messany gewann in der Kategorie Beste PTA, unterstützt vom pDL Campus der ABDA. »Ich möchte pharmazeutische Dienstleistungen effizient, digital und nachhaltig im Apothekenalltag verankern. So bleibt dem Apothekenteam mehr Zeit für die persönliche Beratung, und Patientinnen und Patienten profitieren von einem modernen und komfortablen Service«, so die PTA aus der Glückauf-Apotheke in Dinslaken.
Laudatorin Meike Ruschkowski vom pDL Campus der ABDA stellte bei der Preisverleihung die Menschen hinter den pDL in den Mittelpunkt. Entscheidend sei nicht allein die erbrachte Leistung, sondern vor allem diejenigen, die sie mit Leben füllen.
In der fünften Kategorie »PKA Talente« wurde Sonja Gruber, PKA in der Vital-Apotheke Bad Saulgau, ausgezeichnet. Für sie nahm alles mit einer einfachen Beobachtung seinen Anfang: ein Venenmessgerät, das zwar regelmäßig gewartet wurde, aber kaum zum Einsatz kam. Aus dieser Entdeckung entstand eine Idee, die heute fester Bestandteil des Gesundheitsangebots der Apotheke ist. »Mich motiviert, eigene Ideen einzubringen und damit etwas für die Gesundheit unserer Kundinnen und Kunden zu bewegen. Aus einer einfachen Beobachtung ist so ein dauerhaftes Angebot zur Venengesundheit entstanden, das Prävention und persönliche Beratung miteinander verbindet«, so Gruber.
Laudatorin Dana Zambonini bezeichnete die Arbeit im Backoffice als »Rückgrat einer Apotheke«, auch wenn sie für die Kundinnen und Kunden meist unsichtbar bleibe. Dort würden Prozesse organisiert, Strukturen geschaffen und die Voraussetzungen für einen reibungslosen Apothekenbetrieb gelegt. Technologie allein mache eine Apotheke jedoch »nicht unbedingt besser«, dafür brauche es Menschen, die Technik, Prozesse und Ideen sinnvoll verbinden.