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Björn Schittenhelm

»Die Kollegen sollten sich bei Testzentren zusammentun«

Apotheker Björn Schittenhelm ist in diesen Tagen in fast allen großen Zeitungen und Magazinen zu sehen. Schittenhelm hat in seinem baden-württembergischen Landkreis ein riesiges Testzentrum aufgebaut, in dem mittlerweile Tausende Landkreisbewohner mit Antigentests auf das Coronavirus getestet wurden. Im Video-Interview mit der PZ gibt er seinen Apothekerkollegen Tipps dazu, wie sie selbst Testaktivitäten aufbauen könnten.
Benjamin Rohrer
22.02.2021  18:00 Uhr

Am heutigen Montagmorgen war es »Bild.de«, am vergangenen Wochenende die Titelgeschichte des »Spiegel« – Apotheker Björn Schittenhelm darf derzeit in vielen überregionalen Medien über sein Testzentrum im Landkreis Böblingen berichten. Und Schittenhelm hat in der Tat eine Menge zu berichten: Deutschlandweit war er der erste Apotheker, der in Kooperation mit der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) schon vor Wochen ein Testzentrum einrichtete. Vor ein paar Wochen klopfte dann der Landkreis an seine Tür: Seitdem können Bewohner des Landeskreises Böblingen zwei Mal pro Woche in den fünf Testzentren, die Schittenhelm gemeinsam mit vier anderen Apothekern, aufgebaut hat, kostenlos auf das Coronavirus abgestrichen werden.

Im Interview mit der PZ gibt Schittenhelm zu, dass natürlich nicht jeder Apotheker die Mittel und Zeit habe, Antigentestzentren aufzubauen, in denen pro Stunde rund 100 Menschen abgestrichen werden. Seinen Kollegen gibt er daher den Tipp, sich in Gemeinschaften zusammenzutun. Außerdem rät er dazu, möglichst früh den Kontakt zu den Kommunen und zu anderen Heilberufen zu suchen, um kompetente Hilfe beim Aufbau des Zentrums zu bekommen. Er selbst habe beispielsweise eine intensive Zusammenarbeit mit dem DRK gestartet.

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