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Vor allem Astra-Zeneca

Deutschland spendete bislang 11 Millionen Covid-19-Impfdosen

Die Bundesregierung spendet seit August 2021 Covid-19-Impfstoffe an Drittstaaten. Allerdings sind bereits Ende Juli 2021 erste Impfstoff-Dosen abgelaufen und konnten nicht mehr weitergegeben werden. Die Abgabe der Impfstoffe ist aber nicht ganz einfach. Für die Impfstoff-Spende wird jeweils ein dreiseitiger Vertrag zwischen Hersteller, Bundesregierung und Spendenempfänger sowie zusätzlich ein bilateraler Vertrag zwischen der deutschen Regierung und dem Spendenempfänger benötigt, informiert die Bundesregierung in der Antwort auf die Kleine Anfrage. Die Hersteller sind aufgrund der »komplexen Haftungsfragen« auch in den Weitergabe-Verträgen beteiligt und legen die Bedingungen für den Haftungsausschluss jeweils unterschiedlich fest.

Zudem will die Bundesregierung die Vor-Ort-Produktion von Impfstoffen etwa in Afrika weiter unterstützen, betont die Regierung. So sieht die Bundesregierung vor, rund 500 Millionen Euro unter anderem aus Haushaltsmitteln bereitzustellen, um Länder wie Ghana, Südafrika oder Senegal zu helfen, Impfstoff-Produktionskapazitäten auszubauen, heißt es in der Antwort der Regierung. Biontech hätte sich außerdem mit der südafrikanischen Firma Biovac auf die Produktion («Fill and Finish«) von Comirnaty am Standort Kapstadt in Südafrika für mehr als 100 Millionen Dosen pro Jahr verständigt. Bis 2023 plane Biontech darüber hinaus eine Produktionsstätte in Singapur aufzubauen.

Weltweit gebe es laut Regierungsinformationen mittlerweile rund 300 freiwillige Kooperationen und Lizenzvereinbarungen, um die Impfstoffproduktion zu steigern. Insgesamt rechnet die Bundesregierung damit, dass weltweit bis Ende 2021 rund 12,56 Milliarden Covid-19-Impfstoffdosen produziert werden. 2022 soll diese Zahl »noch höher liegen«.

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