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Bis zu 6,58 Euro

BMG will Impfstoff-Vergütung der Apotheker ab 101. Vial senken

Die gute Nachricht für die Apotheken folgt allerdings in der gleichen Verordnung. Das BMG plant eine Vergütung für eine neue Aufgabe, die bald auf die Apotheker zukommt: die Erzeugung digitaler Impfnachweise. Für die nachträgliche erstmalige Erstellung eines solchen Impfzertifikats sollen die Apotheken eine Vergütung von 18 Euro einschließlich Umsatzsteuer erhalten. Diese Vergütung soll auch für eine weitere Ausfertigung eines Zertifikats gelten, sollte dieses abhanden gekommen sein. Für Personen, die bereits beide Impfdosen erhalten haben, bekommen die Apotheken 6 Euro einschließlich Umsatzsteuer für das Zertifikat für die Zweitimpfung, wenn die Erstellung der Impfnachweise gemeinsam vorgenommen werden (Erst- und Zweitimpfung).

Für die Abrechnung der Erstellung der Impfzertifikate ist eine monatliche Abrechnung gefordert, so sieht es der Verordnungsentwurf vor. Daraus sollen die Apotheken erkenntlich machen, wie viele Zertifikate erstellt wurden und welcher Erstattungsbetrag damit geltend gemacht werden kann. Diese Angaben dürfen jedoch keinen Bezug zur Person aufweisen, für die der Impfnachweis erstellt wurde. Bislang war von einer geplanten Vergütung noch nicht die Rede. Die ABDA hatte zuletzt aber gefordert, dass eine Vergütung für das Erstellen der Impfnachweise angemessen sei.

Der Verordnungsentwurf soll zum 7. Juni in Kraft treten. Zudem sieht der Entwurf keinerlei Priorisierungsgruppen mehr vor. Damit sollen alle Personen Anspruch auf eine Covid-19-Impfung haben, die bereits Teil einer Priorisierungsgruppe waren, in Deutschland gesetzlich oder privat versichert sind, ihren Wohnsitz hierzulande haben oder im Rahmen der betrieblichen Impfung anspruchsberechtigt sind.

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