Bei den rezeptfreien Gesundheitsprodukten (Consumer Health) stieg der Umsatz nominal um 2,1 Prozent auf 1,445 Milliarden Euro und lag damit auf Vorjahresniveau (plus 0,1 Prozent). Demnach gelangen Zuwächse insbesondere in den Kategorien Magen-Darm-Gesundheit, die – vor allem getrieben durch das signifikante Plus beim Abführmittel Miralax in den USA – um 4,5 Prozent zulegte, und Dermatologie (3,0 Prozent), insbesondere dank des Wachstums mit der Salbe für Haut- und Wundpflege Bepanthen.
Rückläufig war laut Bayer dagegen das Geschäft mit Nahrungsergänzungsmitteln (minus 3,4 Prozent) sowie Erkältungsprodukten (Allergie und Erkältung minus 2,9 Prozent). Während die Division in den Regionen Asien/Pazifik und Lateinamerika zulegte, wurde das Geschäft durch Rückgänge in Europa/Nahost/Afrika nach einem starken Vorjahresquartal sowie durch das anhaltend schwache Marktumfeld in den USA belastet.
Umsatzrückgänge gab es laut Bayer infolge von Patentabläufen, wie beim oralen Gerinnungshemmer Xarelto mit dem Wirkstoff Rivaroxaban (30,7 Prozent). Eine Abschwächung gab es auch bei dem Aflibercept-haltigen Augenmedikament Eylea (23,5 Prozent), das zur Behandlung verschiedener Netzhauterkrankungen eingesetzt wird.
Das operative Ergebnis (EBIT) belief sich laut dem Unternehmen auf minus 110 Millionen Euro (im Vorjahr: minus 543 Millionen). Es sei durch eine Wertminderung der Injektionslösung Xofigo in der Division Pharmaceuticals von 307 Millionen Euro belastet. Xofigo ist ein radioaktives Medikament mit dem Wirkstoff Radium-223-Dichlorid zur Behandlung von Erwachsenen mit kastrationsresistentem Prostatakrebs (mCRPC) und symptomatischen Knochenmetastasen.
Das Unternehmen ist außerdem mit US-Rechtsstreitigkeiten konfrontiert. Dabei sei in der vergangenen Woche der erste Glyphosat-Fall seit der 7-zu-2-Entscheidung des US-Supreme Court zugunsten des Unternehmens entschieden worden. Anderson wertet dies als Beleg dafür, dass das Unternehmen bei der Eindämmung vorankommt.
Im Agrargeschäft (Crop Science) lag der Umsatz des Unternehmens mit 3,884 Milliarden Euro nominal auf Vorjahresniveau (plus 0,7 Prozent). Währungs- und portfoliobereinigt entsprach das einem Rückgang um 2,4 Prozent. Laut dem Unternehmen resultierte dieser Rückgang insbesondere aus negativen regulatorischen Auswirkungen und nachteiligen Wetterbedingungen in den Regionen Europa/Nahost/Afrika und Asien/Pazifik. Dem entgegenstand ein starkes Wachstum in Lateinamerika, vor allem aufgrund einer höheren Nachfrage nach Mais- und Sojabohnensaatgut für die Sommersaison.