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Heil- und Hilfsmittel oft nicht rentabel

21.12.2010
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PZ / Aus betriebswirtschaftlicher Sicht lohnt sich das Geschäft mit Heil- und Hilfsmitteln vielfach nicht. Zu diesem Ergebnis kommt das Institut für Handelsforschung (IFH) nach einer Umfrage, an der rund 320 Apothekern und Apothekerinnen im Rahmen des Apotheken-Konjunkturindex APOkix teilnehmen.

Dabei urteilten 61 Prozent, dass der Handel mit Heil- und Hilfsmitteln in der eigenen Apotheke unterm Strich nicht lukrativ sei. Nur 13 Prozent sehen hier ein einträgliches Geschäft, 26 Prozent sind unentschieden. Der Grund für die schlechte Bewertung: Für Apotheken bedeuten die gestiegenen Anforderungen der Krankenkassen einen erheblichen administrativen Mehraufwand, weil sie zum Beispiel an Ausschreibungen teilnehmen und Verträge abschließen müssen.

 

Hilfsmittel sind strategisch wichtig

 

Gleichwohl biete der Vertrieb von Heil- und Hilfsmitteln Apotheken eine wichtige Chance, sich zu profilieren, urteilen die Analysten. »Heil- und Hilfsmittel dürfen schon aus strategischen Gründen nicht an andere Vertriebskanäle abgegeben werden«, sagt Sabrina Heckmann, Bereichsleiterin am IFH. »Sie runden das Sortiment ab und stärken die Position der Apotheke als Fachgeschäft für Gesundheit.« Das sehen viele Apothekeninhaber offenbar ähnlich. So sagten 77 Prozent der Befragten, dass das Beraten zu Heil- und Hilfsmitteln und deren Abgabe wichtige Apothekenleistungen darstellen, die nicht an andere abgegeben werden dürfen.

 

Laut IFH erreichen allein Hilfsmittel ein Marktvolumen von rund 8,5 Milliarden Euro im Jahr. Apotheken partizipierten mit einem Anteil von rund 20 Prozent an diesem Markt. /

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