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Behindertensport

Eine glaubwürdige Kooperation

16.11.2010
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Von Martina Janning, Berlin / Nicht nur der Glanz der Medaillen, die deutsche Athleten bei Paralympischen Spielen gewinnen, strahlt ab. Apothekerschaft und Behindertensport passen einfach gut zusammen, resümiert ABDA-Präsident Heinz-Günter Wolf.

Es war erst das zweite Mal, dass die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände und der Deutsche Behindertensportverband (DBS) gemeinsam zum parlamentarischen Abend eingeladen hatten. Aber wenn es nach ABDA-Präsident Heinz-Günter Wolf geht, kann daraus ruhig eine lange Tradition werden. Behindertensport und Apotheker passten gut zusammen, sagte Wolf. »Das ist eine glaubwürdige Aktion.« Deshalb solle aus der Unterstützung des Behindertensports eine langfristige Einrichtung werden, versprach er. Als Nationaler Förderer des DBS und der deutschen Paralympischen Mannschaft engagiert sich die Apothekerschaft auf Bundes- und Landesebene schon seit 2008.

Den Apothekern brächte die Zusammen­arbeit vor allem Glaubwürdigkeit, erklärte Wolf. Laut einer repräsentativen Umfra­ge, mit der die ABDA das Meinungs­for­schungsinstitut Forsa beauftragte, weiß jeder dritte Deutsche von dem Engage­ment der Apotheker für den Behinderten­sport.

 

»Die ABDA unterstützt uns wirklich«, betonte DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher. Aber Geld könne nie genug da sein. So fehlten dem Behindertensport­ver­band beispielsweise die Mittel, um Rollstuhlsportler zu Qualifikationsspielen zu schicken.

 

Beucher bekräftigte die Bedeutung des Behindertensports und verwies auf die zahlreichen Erfolge nicht nur bei den Paralympics in Vancouver (Kanada), wo sich die zwanzig deutschen Athleten mit 13 Goldmedaillen den ersten Platz im Medaillenspiegel sicherten. In einer alternden Gesellschaft würden auch Angebote für Menschen, die von Behinderung bedroht sind, zusehends an Bedeutung gewinnen, erklärte er.

 

»Sport bedeutet Integration«, sagte Beucher. »Wir wollen kein Mitleid, wir wollen Respekt.« An die Kommunen richtete der DBS-Präsident den Appell, für Barrierefreiheit zu sorgen. Selbst Sportstätten hätten in vielen Fällen keine barrierefreien Zugänge. Dabei könnten oft schon kostengünstige bauliche Veränderungen viel bewirken, um die Teilhabe behinderter und älterer Menschen zu erleichtern. / 

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