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Rezeptfreie Schmerzmittel

Ibuprofen am umsatzstärksten

01.10.2014
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Von Ev Tebroke / OTC-Analgetika sind die am meisten nachgefragten Medikamente in deutschen Apotheken. Nach Angaben des Informationsdienstleisters IMS Heath gingen im vergangenen Jahr rund 109 Millionen Packungen über den HV-Tisch.

 

Bezogen auf den Apothekenverkaufspreis gaben Verbraucher dafür rund 548 Millionen Euro aus. Aufgrund der ausgeprägten Erkältungssaison 2013 stieg der Umsatz um 6 Prozent und die abgegebene Packungsmenge um 5 Prozent.

Grundsätzlich bevorzugten Verbraucher bei akuten Schmerzen den Einkauf in der Apotheke am Ort: Rund 90 Prozent der abgegebenen OTC-Schmerzmittel entfielen auf diesen Vertriebsweg und nur 10 Prozent auf elektronische oder telefonische Bestellungen.

 

Unter den diversen rezeptfreien Schmerzmitteln war Ibuprofen mit 41 Prozent der am häufigsten verlangte Wirkstoff. Laut IMS machten diese Monopräparate sogar 46 Prozent des Umsatzes aus. Am zweithäufigsten kauften Kunden den Einzelwirkstoff Paracetamol (28 Prozent des Absatzes). Der Umsatz lag hier bei 11 Prozent. Monopräparate mit Acetylsalicylsäure machten 9 Prozent des Umsatzes und 7 Prozent des Absatzes aus. Auf den Wirkstoff Diclofenac entfielen 7 Prozent des Umsatzes und 4 Prozent des Absatzes. Kombipräparate mit Acetylsalicylsäure (ASS) plus Vitamin C beziehungsweise ASS plus Paracetamol und Koffein stellten zusammen 17 Prozent der abgegebenen OTC-Analgetika, bei einem Umsatzanteil von 22 Prozent.

 

Einen nennenswerten Zuwachs stellt IMS Health bei der Abgabe von großen N3-Packungen fest. Die Nachfrage danach stieg in der Offizin um 12 Prozent, im Versandhandel um 18 Prozent. /

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