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EPSA-Sommeruniversität

In Draculas Reich

28.08.2012  15:27 Uhr

Von Daniela Kolberg / Die diesjährige EPSA-Sommeruniversität im rumänischen Brasov verband Softskill-Trainings mit dem sommerlichen Flair Transsylvaniens. Zum 14. Mal trafen sich Pharmaziestudenten aus ganz Europa, um sich eine Woche lang weiter- zubilden und voneinander zu lernen.

Der Mangel an Softskills unter Studenten ist allgemein bekannt. Im pharmazeutischen Bereich, wo man täglich kommunikativen Herausforderungen begegnet, sind sie aber ein wichtiger Faktor zur erfolgreichen Ausübung des Apothekerberufs. Die letzte, europaweit durchgeführte Umfrage von EPSA (European Pharmaceutical Students‘ Association) bestätigt dies. Studenten wünschen sich mehr Trainings und mehr klinische Pharmazie für das europäische Curriculum.

 

Die diesjährige Sommeruniversität war gut organisiert. Die rumänischen Gastgeber haben ein anspruchsvolles und umfangreiches Programm zusammengestellt. Ein Höhepunkt war die Führung im ansässigen Werk von GlaxoSmithKline, die einem Vortrag über die Rolle des Pharmazeuten im Qualitätsmanagement folgte. Hier wurde aus Theorie Praxis. Man wurde mit vielen Erklärungen durch das Werk geführt und konnte einen tieferen Einblick in die Abläufe der pharmazeutischen Industrie gewinnen. Zudem gab es einen Workshop zum Bereich Regulatory Affairs, wo man sich interaktiv über diesen pharmazeutisch wichtigen Berufszweig informieren konnte. Der Workshop über die EU und seine Institutionen brachte die Dinge in einen internationalen Zusammenhang.

Bei den Softksills lag der Fokus dieses Jahr auf der Kommunikation. Einerseits gab es eine kleine Diskussionsrunde zu diesem Thema. In dieser berichteten Vertreter der Patientengrupppe, der medizinisch-pharmazeutischen Gesellschaft, der Behörden, der Medien und der pharmazeutischen Industrie über ihr Verständnis der medizinischen Kommunikation. Auch die rumänische Firme Houston NPA stellte sich vor. Sie ist auf die medizinische und soziale Kommunikation spezialisiert und gab ihre Erfahrungen und Eindrücke an die Studenten weiter. Trainings zur Patientenberatung und zu »Critical Thinking« rundeten das lehrreiche Programm ab.

 

Auf einer studentischen Veranstaltung darf auch der Freizeitfaktor nicht zu kurz kommen und der ist bei der Sommeruniversität stärker ausgeprägt als bei anderen EPSA-Veranstaltungen. So gab es einen Besuch in Aqua-Park und Hochseilgarten, einen Ausflug zu Draculas Schloss und eine Foto-Schnitzeljagd durch die Stadt, bei der das im Fotografie-Workshop Gelernte sogleich ausprobiert werden konnte. Passend zum Veranstaltungsort gab es eine Bloody Party mit Vampiren und auf der International Night konnte man sich geschmacklich mit ganz Europa bekannt machen. Nach dem festlichen Galadinner hieß es Abschied nehmen, aber es wurden neue Freundschaften geknüpft, die gepflegt werden.

 

Die nächste Veranstaltung von EPSA ist der Herbstkongress vom 29. Oktober bis 3. November 2012 in Sofia, Bulgarien. Die Anmeldungen laufen bereits auf http://epsa-aa2012.com/wordpress/. Bei weiteren Fragen und Infos schreibt man am besten an epsa(at)bphd.de. / 

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