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Stada

Preisvorstellung für eigenen Verkauf

17.08.2010  15:51 Uhr

Von Stephanie Schersch / Nach der Übernahme von Ratiopharm durch den israelischen Konzern Teva lassen die Gerüchte über einen Verkauf des Arzneimittelherstellers Stada nicht nach. Derzeit gebe es keine Angebote, betonte Stada-Chef Hartmut Retzlaff. Eine Preisvorstellung äußerte er dennoch.

3,6 Milliarden Euro hatte Teva für Ratiopharm gezahlt. Retzlaff nannte diesen Wert nun als »Benchmark« für einen potenziellen Verkauf von Stada. Bei Umsatz und Vorsteuergewinn sei der Generikahersteller aus Bad Vilbel in etwa so stark wie der Ulmer Wettbewerber.

»Insofern ist das die Zahl, die wir mindestens fordern müssen für unsere Aktionäre«, sagte Retzlaff laut »Financial Times Deutschland«. Derzeit gebe es jedoch keine Offerten und auch keine Ansprache durch Wettbewerber. Stada ist nach der Ratiopharm-Übernahme der letzte unabhängige deutsche Generikakonzern. Als potenzieller Käufer gilt besonders der US-amerikanische Pharmakonzern Pfizer, nachdem dieser im Bieterwettstreit um Ratiopharm unterlegen war.

 

Im ersten Halbjahr 2010 konnte Stada den Gewinn um 4 Prozent auf 50 Millionen Euro steigern. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen kletterte um 15 Prozent auf rund 143 Millionen Euro, der Umsatz lag bei knapp 778 Millionen Euro (+ 3 Prozent). Stada profitierte dabei deutlich vom internationalen Geschäft. In Deutschland gingen die Umsätze dagegen um 8 Prozent zurück. Grund hierfür seien die anhaltend schwierigen lokalen Rahmenbedingungen für Generika auf dem deutschen Markt, teilte das Unternehmen mit. / 

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