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OTC lässt Versandhandel weiter wachsen

07.08.2012
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Von Daniela Biermann / OTC-Arzneimittel haben den Versandhandel im ersten Halbjahr 2012 weiter wachsen lassen. Demnach setzten die Onlineapotheken 11,5 Prozent mehr OTC-Packungen ab als im Vorjahreszeitraum, berichtet der Informationsdienstleister Insight Health. Das sind 42,6 Millionen Packungen.

In den öffentlichen Apotheken sanken die Verkaufszahlen dagegen um 2,3 Prozent auf 475,5 Millionen Packungen. Damit liegt der Versandhandelsanteil am OTC-Markt bezogen auf die Packungszahl mittlerweile bei 8,2 Prozent. Während bei den Versendern der Umsatz in diesem Segment um 9 Prozent auf 416 Millionen Euro stieg, stagnierte er in Apotheken vor Ort bei 4,08 Milliarden Euro.

Für den Versand waren Nichtarzneimittel und nicht apothekenpflichtige Produkte ein wichtiger Wachstumsfaktor. Laut Insight Health hatten die Nichtarzneimittel (ohne Diagnostika und Hilfsmittel) den größten Anteil mit einer Umsatzsteigerung von 18,7 Prozent auf 150,3 Millionen Euro. Der Umsatz mit nicht apothekenpflichtigen Produkten wuchs um 15,8 Prozent auf 14,1 Millionen Euro. Mit apothekenpflichtigen Produkten machten die Internetapotheken ein Umsatzplus von 3,7 Prozent auf 252,2 Millionen Euro.

 

Die öffentlichen Apotheken verzeichneten nur ein leichtes Umsatzplus von 1,15 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro für Nichtarzneimittel und 1,5 Prozent auf 153,3 Millionen Euro für nicht apothekenpflichtige Produkte. Der Umsatz mit apothekenpflichtigen Arzneimitteln sank um 1,6 Prozent auf 2,59 Milliarden Euro – rund 42 Millionen Euro weniger als im Vorjahreszeitraum.

 

Das größte Wachstum in den Apotheken und bei Versendern brachten dermatologische und gynäkologische Antimykotika. Dagegen brach der Umsatz mit systemischen Antihistaminika in den Apotheken um 15,5 Prozent (47,6 Millionen Euro) ein. /

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