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DocMorris-Apotheken

Bald unter neuem Namen?

24.07.2012
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Von Anna Hohle / Die vergangenen Tage standen beim Stuttgarter Pharmagroßhändler Celesio ganz im Zeichen des Verkaufens. Den Anfang machte am vergangenen Samstag ein Bericht in der »Wirtschaftswoche«. Das Blatt berief sich auf interne Unternehmenskreise und berichtete von Plänen Celesios, gemeinsam mit der Versandapotheke DocMorris auch den Markennamen zu verkaufen.

Doc Morris würde dann nur noch der Versandhändler heißen. Die rund 160 Franchiseapotheken, die in Deutschland unter der Marke laufen, dürften diesen Titel nicht mehr nutzen. Allerdings plane Celesio, den betroffenen Apothekern ein neues Kooperationsangebot zu unterbreiten, so die »Wirtschaftswoche«.

Noch sucht der Konzern jedoch nach einem Käufer. Laut »Wirtschaftswoche« sollen unter anderem der Finanzinvestor Hg Capital sowie ein Miteigentümer des britischen Drogerie-Konzern Alliance Boots Interesse signalisiert haben. Große Handelshäuser wie Rossmann, dm, Tengelmann und Otto hätten einen Kauf dagegen abgelehnt.

 

Die nächste Nachricht folgte Anfang dieser Woche: Celesio hat einen Käufer für seine Tochtergesellschaft Movianto gefunden. Der amerikanische Großhändler Owens & Minor will die Logistiktochter für einen Kaufpreis von 130 Millionen Euro erwerben, wie Celesio mitteilte. Die Verkaufsvereinbarung stehe jedoch noch unter dem Vorbehalt einiger Genehmigungen. Laut Celesio ist dies ein weiterer Schritt auf dem Weg, das eigene Unternehmen zukünftig auf das Kerngeschäft – den Großhandel mit Arzneimitteln – zu konzentrieren.

 

Zuletzt hatte Celesio herbe Verluste durch Abschreibungen einbüßen müssen. Erst im Mai rutschte das Unternehmen in die roten Zahlen. Der Konzern plant, nach Movianto auch das Tochterunternehmen Pharmexx zu verkaufen. Für DocMorris soll bis spätestens Frühjahr 2013 ein Käufer feststehen. /

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