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Erneut Spekulationen um Celesios Zukunft

22.10.2013
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Von Ev Tebroke / Der Mischkonzern Haniel plant einem Bericht zufolge, das Großhandelsgeschäft seines Tochterunternehmens Celesio an den US-Pharma­großhändler McKesson zu veräußern. Wie die Finanznachrichtenagentur dpa-AFX berichtet, gehen die Gerüchte über die Zukunft des Stuttgarter Unternehmens damit in eine neue Runde.

 

Bislang waren gut unterrichtete Kreise von einer anderen Variante ausgegangen. McKesson wolle Haniel dessen Mehrheitsanteil von gut 50 Prozent an Celesio abkaufen, hieß es zuletzt. Nach Angaben der Nachrichtenagentur wäre auch eine Kombination aus dem Kauf des Haniel-Anteils und der Übernahme des Großhandelsgeschäfts möglich. Die Aufsichtsräte von Celesio und Haniel sollen zurzeit über die Verkaufs­varianten beraten, heißt es. Kommentieren wollte die Gerüchte bislang keine Seite.

 

Über einen Verkauf von Celesio wird seit Längerem spekuliert. Der Stuttgarter Konzern kommt seit einigen Jahren wirtschaftlich nicht voran. Zunächst hatte er in Deutschland durch den Kauf von DocMorris mit einem Imageverlust bei den Apothekern zu kämpfen. Hinzu kam ein von Gesundheitsreformen angetriebener starker Preisdruck im Großhandelsgeschäft. Auch die Rabattschlacht der Konkurrenten untereinander führte zu Einbußen. Für 2013 rechnet Celesio mit einem Gewinnrückgang von mehr als 30 Prozent. Vor einigen Wochen hatte Haniel-Chef Stephan Gemkow gesagt, dass das Celesio-Management alle Optionen auslote – auch einen Verkauf. Einem früheren Bericht des »Wall Street Journal« zufolge steht der Verkauf der Haniel-Tochter nun unmittelbar bevor. Der Wert des Unternehmens soll demnach bei gut 5 Milliarden Euro liegen. /

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