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Ab in den Urlaub

26.07.2013  13:07 Uhr

Das Reisen bleibt den Deutschen lieb und teuer. 2012 gaben sie bei Auslandsurlauben so viel aus wie nie zuvor. Die Prognose für 2013 geht von einer weiteren Steigerung auf insgesamt mehr als 66 Milliarden Euro aus. Der Titel des Reiseweltmeisters ist dadurch aber nicht von den Chinesen zurückzuerobern. Auch Silber ist futsch. Wie die Volkswirte der Commerzbank in ihrer jährlichen Reisestudie feststellen, rutschte Deutschland bei den jährlichen Reiseausgaben hinter die USA auf Platz 3 ab.

 

Der Studie zeigt auch, dass die Deutschen bei ihrer Urlaubsplanung vermutlich weiter das tun werden, was sie schon lange tun, nämlich preis­bewusst reisen. Dem spricht auch nichts entgegen. An Reisevorbereitung sollte man dagegen nicht sparen. Das gilt insbesondere für Gesundheitsfragen und wird von vielen auch beherzigt. Denn je näher die Zeit der Sommerferien heranrückt, desto stärker nimmt der Informationsbedarf zu Reisethemen in den Apotheken zu. Grund genug für die PZ-Redaktion, dieses Schwerpunktheft »Reisen« herauszubringen.

 

Eine Voraussetzung, um die schönsten Wochen des Jahres genießen zu können, ist zum Beispiel eine Reiseapotheke für den Notfall. Den Vorschlag für eine Basisausstattung finden Sie hier: Reiseapotheke: Packen mit Plan. Im Titelbeitrag Wilderness-Medizin: Abseitsfallen im Niemandsland erfahren Sie, was zusätzlich bei Reisen im Dschungel, in der Wüste oder beim Höhentrekking zu beachten ist.

 

Manche Krankheiten und Arzneimittel können mitunter schon auf dem Weg zum Urlaubsort Probleme bereiten. Wie werden Arzneimittel unterwegs am besten gelagert (Urlaub: Arzneimittel auf Reisen), und was müssen Patienten wissen, die Betäubungsmittel mit ins Ausland nehmen wollen? (Medikamente im Koffer: Nicht unbedarft einpacken) Was raten Sie zur Prophylaxe von Reisekinetosen (Reisekinetose: Krank durch Kurven und Kamele) und -thrombosen? (Reisethrombose: Risiko überschätzt) Was Letztere angeht, sei übrigens bereits verraten, dass ein Upgrade in die Business-Class im Flieger das Problem nicht beseitigt. Eine Studie zeigte, dass auf Langstreckenflügen Reisethrombosen in beiden Buchungsklassen gleich häufig auftreten. Beim Sitzen am Gang war das Risiko dafür aber am niedrigsten und jenes am Fenster im Vergleich dazu verdoppelt.

 

In Sonnenschutz: Wer darf nicht in die Sonne lesen Sie, welche Patienten die Sonne besser meiden und welche Arzneimittel lichtempfindlich machen. Diese Sonnenthemen könnten natürlich auch für jene relevant sein, die nicht wegfahren oder in Deutschland Urlaub machen. Dafür müsste der Sommer aber endlich aus seinem Winterschlaf erwachen. Hoffentlich irren sich die Wetterfrösche diesmal nicht, wenn sie vorhersagen, dass in den nächsten Tagen die 30-Grad-Marke hierzulande geknackt wird.

 

Sven Siebenand

Stellvertretender Chefredakteur

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