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Apobank

Durchwachsene Jahresbilanz

17.04.2012  16:46 Uhr

Von Daniel Rücker / Sonderbelastungen haben das Ergebnis der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (Apobank) beeinträchtigt. Dennoch bleibt die Bank nach dem Verlustjahr 2009 im Jahr 2011 zum zweiten Mal in Folge in der Gewinnzone.

Mit einem Jahresüberschuss von 43,1 Millionen Euro konnte das Geldinstitut das Ergebnis des Vorjahres von 53,4 Millionen Euro trotz steigender Kundenzahlen nicht erreichen. Immerhin konnte die Bank im Geschäftsjahr 2011 rund 12 000 neue Kunden und 2500 neue Mitglieder gewinnen. Die rund 100 000 Mitglieder der Genossenschaftsbank sollen wie im Vorjahr eine Gewinnbeteiligung von 4 Prozent erhalten.

 

Kern bleibt das Kreditgeschäft

 

Für Apobank-Chef Herbert Pfennig ist dies eine gute Botschaft: »In einem für den gesamten Bankensektor anhaltend schwierigen Marktumfeld haben wir unser primäres wirtschaftliches Ziel, die Dividendenfähigkeit, erreicht und können unsere Mitglieder weiterhin am positiven Ergebnis unserer Bank beteiligen.«

Kern des Geschäftsbetriebs bleibt das Kreditgeschäft mit Ärzten, Zahnärzten und Apothekern. 4,2 Milliarden Euro hat die Apobank im vergangenen Jahr neu verliehen. Rückläufig waren dabei die Zinseinnahmen. Sie sanken von 679,2 Millionen Euro im Jahr 2010 auf 646,7 Millionen Euro im vergangenen Jahr. Ohne die Sondereffekte wären die Zinseinnahmen allerdings gestiegen. Im Plus lag die Bank bei den Kundeneinlagen. Mit 19,3 Milliarden Euro lagen diese um 6 Prozent über dem Vorjahreswert. Die Bilanzsumme der Bank blieb mit 38,8 Milliarden Euro auf Vorjahresniveau. Die Eigenmittelquote stieg auf 13 Prozent, nach 11,3 Prozent 2010.

 

In den kommenden Jahren will die Apobank weiter wachsen. Die Prognose bleibt jedoch vorsichtig. Für 2012 erwartet sie einen Jahresüberschuss, »der sowohl eine angemessene Dividendenauszahlung als auch eine Dotierung der Rücklagen ermöglicht«, schreibt die Apobank in einer Pressemitteilung.

 

Pfennig sieht in der Bilanz 2012 die Bestätigung, »dass die Konzentration auf das Kerngeschäft richtig war«. Ihre Marktposition verbessern will die Apobank mit dem Programm VorWERTs. Dahinter verbirgt sich laut Bank eine »zielgruppengerechte Beratung von Ärzten und Apothekern in jeder Lebensphase«. Dabei hat man nicht nur die selbstständigen Heilberufler im Blick, sondern verstärkt auch die Angestellten und Studenten. Pfennig: »Bei uns sollen die Heilberufler die bestmögliche Bankbetreuung erhalten, im privaten wie im beruflichen Umfeld.« /

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