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Halbjahresbilanz

Apobank trotzt Niedrigzinsen

06.09.2017
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Von Stephanie Schersch / Trotz anhaltend niedriger Zinsen zieht die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (Apobank) eine positive Bilanz für das erste Halbjahr 2017. Vor allem mit Provisionen konnte sie zuletzt gut verdienen.

Zwischen Januar und Juni hat das Düsseldorfer Kreditinstitut einen Jahresüberschuss von 30,9 Millionen Euro erwirtschaftet (30. Juni 2016: 30,4 Millionen Euro). Auch das Betriebsergebnis vor Steuern lag mit 77,7 Millionen Euro »über den Erwartungen«, wie die Apobank erklärte. Im Vorjahreszeitraum hatte das Ergebnis allerdings leicht da­rüber gelegen (77,8 Millionen Euro).

 

Rund 11 000 neue Kunden konnte die Apobank im ersten Halbjahr gewinnen, ihre Zahl stieg damit auf 426 700. 110 284 von ihnen sind zugleich Mitglieder der Bank (31. Dezember 2016: 109 680 Mitglieder). Recht erfolgreich war die Genossenschaft zuletzt im Kreditgeschäft. Im ersten Halbjahr gewährte sie ihren Kunden neue Darlehen in Höhe von 3,4 Milliarden Euro (30. Juni 2016: 3 Milliarden Euro). Damit überstiegen die Kundenkredite insgesamt erstmals die 30-Milliarden-Euro-Marke. Darüber hinaus konnte die Apobank ihre zinsunabhängigen Einnahmen deutlich steigern. Der Provisionsüberschuss stieg um satte 28,5 Prozent auf 88 Millionen Euro (30. Juni 2016: 68,5 Millionen Euro). Ein Grund dafür war die Entwicklung im Wertpapiergeschäft. Das Depotvolumen von Privatanlegern legte auf insgesamt 7,6 Milliarden Euro zu (31. Dezember 2016: 7,2 Milliarden Euro).

 

Ein Minus verzeichnete die Apobank hingegen mit Blick auf die Kapitalquote. Sie gilt als wichtige Kennziffer, um die Stärke einer Bank zu bewerten. So sank die Kernkapitalquote um 3 Prozentpunkte auf 19,6 Prozent, die Gesamtkapitalquote fiel auf 22,1 Prozent (31. Dezember 2016: 26,1 Prozent). Als Gründe für diese Entwicklung nennt die Apobank das wachsende Kreditgeschäft sowie eine methodische Anpassung beim internen Ratingverfahren, mit dem das Institut die Bonität seiner Kreditnehmer bewertet.

 

Keine Trendwende

 

Für das Gesamtjahr erwartet die Bank keine Trendwende im Zinsniveau. Sie will daher an ihrem Kurs festhalten und den Druck auf die Margen über ein Volumenwachstum im Kreditgeschäft kompensieren. Zudem soll das sogenannte provisionstragende Geschäft weiter ausgebaut werden. Insgesamt rechnet die Apobank mit einem stabilen Jahresüberschuss und setzt auf eine konstante Dividende. Diese hatte zuletzt bei 4 Prozent gelegen. /

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