| Brigitte M. Gensthaler |
| 09.07.2026 14:00 Uhr |
Zu Beginn seines Berichts hatte der BAV-Chef die stetige Abnahme der Betriebsstätten in Deutschland beklagt. Ende 2025 gab es 16.601 Apotheken. Bundesweit sei dies die niedrigste Apothekenzahl seit 1977, sagte Hubmann. »Wir haben in Deutschland weniger als 20 Apotheken pro 100.000 Einwohner und liegen damit im unteren Drittel der europäischen Staaten.« In Europa seien es durchschnittlich 31 Apotheken pro 100.000 Einwohner.
»Im ersten Quartal 2026 ging der Trend weiter, denn erneut haben 60 Apotheken geschlossen.« Kleiner Lichtblick: »Die Abnahme ist nicht mehr so rasant wie in den Vorjahren.«
Seit 2008 gebe es 5000 Apotheken weniger in Deutschland. »Das ist 5000-mal ein Verlust von wohnortnaher Versorgung und von wohnortnahen Arbeitsplätzen.«
BAV-Geschäftsführerin Alexandra Schmidt nannte die bayerischen Zahlen. Ende 2025 gab es in Bayern 2617 Apotheken – Ende 2016 waren es noch 3205. »Das ist der niedrigste Stand seit Ende der 1970er-Jahre«, bedauerte Schmidt. Nur wirtschaftlich starke Apotheken könnten in einer alternden Gesellschaft politisch gewünschte Zusatzleistungen wie Impfungen oder pharmazeutische Dienstleistungen erbringen.
Erfreulich für den BAV: Der Organisationsgrad ist 2025 weiter gestiegen auf 98,3 Prozent, wie Schmidt berichtete. »Nur 45 Apotheken in Bayern sind nicht Mitglieder im BAV.«