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Bayerischer Apothekertag
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Kompetenz trifft Technologie – in der Apotheke

»Kompetenz trifft Technologie – Apotheke verbindet«: Das Motto des Bayerischen Apothekertags 2026 beschreibt auch die Zukunft des Berufs. »Pharmazie muss menschlich bleiben und die Apotheke verbindet Menschen«, betont Kammerpräsidentin Franziska Scharpf.

»Uns verbindet, dass wir Verantwortung für die Gesundheitsversorgung tragen. Ihre Teilnahme zeigt, dass Sie alle bereit sind, die Zukunft des Berufsstands mitzugestalten«, begrüßte Scharpf rund 300 Apothekerinnen und Apotheker, Gäste und Pharmaziestudierende aus ganz Bayern. Sie kamen am 8. und 9. Mai im Münchner Literaturhaus zusammen, um über ihre Zukunft zu diskutieren.

Für die Präsidentin der Bayerischen Landesapothekerkammer (BLAK) ist klar: »Die Vor-Ort-Apotheke ist das Rückgrat einer flächendeckenden sicheren Versorgung, auch in Krisenzeiten und Katastrophen. Freiberuflichkeit bedeutet Verantwortung und Lösungen mit gesundem Menschenverstand.«

Jedoch hätten sich die letzten Jahre angesichts so vieler Gesetzentwürfe, Verordnungen und Versprechen angefühlt »wie eine extreme Achterbahnfahrt«. Mittendrin stünden die Apotheker und erfüllten ihren Auftrag: die ordnungsgemäße Arzneimittelversorgung der Menschen. Dabei steige der Druck auf die inhabergeführte Apotheke und den freien Heilberuf kontinuierlich.

Wirtschaftliche Interessensgruppen nähmen immer mehr Einfluss, teils auch mit rechtswidrigen Konstruktionen, monierte Scharpf. Mit schleichenden Systemänderungen solle die persönliche Verantwortung entkoppelt werden von persönlicher Anwesenheit. Doch die Apotheke sei kein bloßer Vertriebskanal und Versorgung sei mehr als Logistik. »Wo bleibt der politische Wille, eine starke unabhängige Arzneimittelversorgung in Deutschland zu sichern?«

Begeisterung für die Pharmazie

Scharpf sprach aber auch die große Begeisterung der Berufsangehörigen für die Pharmazie und für den Heilberuf an. »Unsere Kompetenz wird sichtbarer. Apotheker werden mehr gebraucht, vielleicht aber anders.«

Sie habe einen Traum: dass Apotheker als Arzneimittelexperten wahrgenommen werden und dass die Menschen sehen, dass Apotheken die kompetente Rund-um-die-Uhr-Versorgung sicherstellen. Die Apotheker wollten mehr Verantwortung übernehmen und mehr pharmazeutische Leistung erbringen – mit entsprechender Vergütung. »Jetzt ist die Zeit, unsere Rolle weiterzuentwickeln.«

Dabei sieht Scharpf die Apotheker im Schulterschluss mit den Ärzten. Die Heilberufler ergänzten sich: »jeder mit seiner Kompetenz und Verantwortung – und mit einem gemeinsamen Ziel: die Menschen und Patienten bestmöglich zu versorgen. Dafür braucht unser Gesundheitswesen die Apotheker.«

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