Pharmazeutische Zeitung online Avoxa
whatsApp instagram facebook bluesky linkedin xign

Sachsen-Anhalt
-
Arnold: »Wir sind gezwungen, zu kooperieren«

Der wirtschaftliche Druck ist groß, Zeit und Personal knapp – in Zukunft führt für die Apotheken kein Weg an einer sektorübergreifenden Zusammenarbeit vorbei. Das betonte der LAV-Vorsitzende von Sachsen-Anhalt, Mathias Arnold, bei den Wirtschaftstagen in Dessau.
AutorKontaktJennifer Evans
Datum 11.09.2026  14:30 Uhr

Krankheitsbild Mediensucht

Wie es gelingt, ein gesundes Verhältnis zu digitalen Medien zu entwickeln und so psychischen Erkrankungen vorzubeugen, war Thema des Vortrags von  Diplom-Psychologe Dr. Boris Gauss. Er stellte klar, dass Verhaltenssüchte nicht nur Kinder und Jugendliche betreffen, sondern auch Erwachsene. Gemeint ist problematische Mediennutzung in Form von Gaming, Social Media, Streaming, Shopping oder Pornografie.

Verbunden mit diesen Störungen sind eine Reihe körperlicher und psychischer Gesundheitsprobleme. Dazu können Angst, Depressionen, ADHS-Symptome, Gereiztheit und Traurigkeit gehören. Zudem kann die Mediensucht zu einer Entfremdung zwischen Jugendlichen und Eltern führen oder Auswirkungen auf Freundschaften haben, bis hin zur Einsamkeit. Manche Betroffene leiden unter Schlafproblemen, Schmerzen des Bewegungsapparats oder Übergewicht. Und neurobiologisch können auch eine reduzierte Fehlersensitivität sowie eine eingeschränkte Impulskontrolle die Folge sein.

Laut Gauss lässt sich Mediensucht vorbeugen, indem man bei Kindern die Nutzung digitaler Medien begleitet statt verbietet, digitalfreie Zonen und Zeiten etabliert sowie Kindern unter drei Jahren keine Bildschirme zur Verfügung stellt. Außerdem warnt der Psychologe davor, die Nutzung an Erziehungsmaßnahmen zu knüpfen, und weist Eltern auf die Bedeutung ihrer Vorbildfunktion hin.

Mehr von Avoxa