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Finale Abstimmung
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Startschuss für Mitteldeutschen Apothekenverband

Aus drei wird eins: Der Startschuss für den neuen Mitteldeutschen Apothekenverband (MAV) ist gefallen. Die Apothekerverbände Thüringen und Sachsen-Anhalt haben heute offiziell ihre Verschmelzung in den neuen ostdeutschen Großverband beschlossen – den MAV. Ziel ist eine gebündelte strategische Wirkungskraft für die Interessen der Apotheken in Ostdeutschland.
AutorKontaktEv Tebroke
Datum 08.07.2026  16:50 Uhr
Datum Aktualisiert am 09.07.2026  10:00 Uhr

Nach rund drei Jahren Vorbereitung ist es nun so weit: Die Fusion der drei Landesapothekerverbände Thüringen (ThAV), Sachsen-Anhalt (LV-SAN) und Sachsen (SAV) zum Mitteldeutschen Apothekenverband (MAV) ist angelaufen. Die Zustimmung der einzelnen Mitgliederversammlungen (MV) vorausgesetzt, agiert für die bisherigen drei Verbände dann ein Großverband mit einer Stärke von rund 1320 Mitgliedern. Der MAV würde dann länderübergreifend die Interessen von rund 1800 Betriebsstätten vertreten.

Den Anfang machte heute Thüringen. In einer außerordentlichen Versammlung stimmten die Mitglieder der Verschmelzung in den Großverband zu – und zwar mit großer Mehrheit. Demnach haben in Thüringen von 44 abstimmungsfähigen Mitgliedern 97,5 Prozent für die Verschmelzung gestimmt (39 Ja-Stimmen). Formal haben sie dazu auch die Auflösung des ThaV beschlossen.

Auflösung und Verschmelzung

Stefan Fink, Vorsitzender des ThAV, zeigte sich sehr erfreut: »Die Thüringer Mitglieder haben mit überwältigender Mehrheit für die Fusion gestimmt und setzen damit ein deutliches Zeichen, dass sie sich in dem größeren Mitteldeutschen Apothekenverband zukunftsfähig vertreten sehen. Sowohl im Bereich der Interessenvertretungen nach außen gegenüber Politik, Gesellschaft und Marktpartnern als auch nach innen durch eine zukünftig noch intensivere Mitgliederbetreuung.«

Ein eindeutiges, einstimmiges Votum für den MAV kam auch aus Sachsen-Anhalt. Die Mitgliederversammlung des LAV-SAN stimmte am Abend über die Fusion ab und leitete damit ebenfalls formal die Auflösung ihres Landesapothekerverbands ein. Verbandschef Mathias Arnold zeigte sich sehr zufrieden: »Ich freue mich über das eindeutige Ergebnis«, sagte er im Nachgang zur PZ.

Er sieht vor allem auch die große Transparenz bei der Vorbereitung zur Fusion als Grund für die hundertprozentige Unterstützung der Mitglieder. In den drei Jahren Arbeit sei jeder Schritt mit den Mitgliedern offen diskutiert worden. Die Verschmelzung sei Notwendigkeit, aber vor allem auch eine große Chance für die Zukunft der Apotheken, betont Arnold. »So können wir das Leistungsangebot auf hohem Niveau halten und weiter ausbauen.«

Beide Verbände verschmelzen nun mit dem Sächsischen Landesapothekerverband (SAV), der sich gleichzeitig in MAV umfirmiert. Die MV des SAV soll dazu am 19. August eine entsprechende Satzungsänderung auf den Weg bringen. Der Sitz des Mitteldeutschen Apothekenverbands wird in Leipzig in der Eilenburger Straße 3 sein. Der Standort wäre somit auch geografisch der Mittelpunkt. Die beiden anderen Geschäftsstellen sollen jedoch bestehen bleiben. 

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