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Novelle der Testverordnung

Apotheken können Coronatests für Gesundheitsamt übernehmen

Im Kampf gegen die Pandemie sollen die Gesundheitsämter künftig auch Apotheken offiziell damit beauftragen können, Patienten auf das Coronavirus zu testen. Das geht aus dem Entwurf für eine Novelle der Testverordnung hervor.
Stephanie Schersch
13.01.2021  14:08 Uhr

In Zukunft dürften deutlich mehr Apotheken eine wichtige Rolle in der Teststrategie des Bundes übernehmen. So sollen Stellen des öffentlichen Gesundheitsdienstes Apotheken offiziell damit beauftragen können, Patienten auf das Virus zu testen. Die Offizinen sollen dabei ausschließlich Antigentests einsetzen, heißt es in der geplanten Änderung der Testverordnung, die der PZ vorliegt. Pro Test ist dabei eine Vergütung von 5 Euro vorgesehen.

Mehr Rechtssicherheit

Im Kern soll es unter anderem um breit angelegte Tests in bestimmten Einrichtungen gehen. So sollten künftig umfassender und einfacher Personen getestet werden könne, die zwar keine Symptome zeigten, »bei denen aber dennoch eine Infektion naheliegend erscheint oder bei denen eine hohe Gefahr besteht, dass sie oder andere Personen in ihrem Umfeld bei einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besonders gefährdet wären«, begründet das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) den Vorstoß in seinem Entwurf. Denkbar wäre das etwa nach einem Coronafall in einer Klinik oder Gemeinschaftsunterkunft. Konkret sollen nun in Paragraf 6 der Testverordnung die Leistungserbringer einzeln genannt werden, die Tests im Auftrag der Gesundheitsämter durchführen können. Neben Apotheken sollen dazu auch medizinische Labore, Zahnärzte sowie ärztliche und zahnärztliche Einrichtungen zählen.

Bislang bleibt die Testverordnung in diesem Punkt sehr allgemein und spricht lediglich von weiteren Leistungserbringern. In einigen Regionen hatten Gesundheitsämter auf Basis dieser Formulierung bereits Apotheken mit der Testung beauftragt. Jetzt folgt die offizielle Klarstellung: »Die Konkretisierung der beauftragungsfähigen Personen und Einrichtungen ist erforderlich, um die für die Stellen des öffentlichen Gesundheitsdienstes erforderliche Rechtssicherheit hinsichtlich der bestehenden Beauftragungsmöglichkeiten zu schaffen«, heißt es.

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