Pharmazeutische Zeitung online Avoxa
whatsApp instagram facebook bluesky linkedin xign

Covid-19-Impfstoffe
-
Spikevax wird an XFG-Coronavariante angepasst

Der an die SARS-CoV-2-Variante XFG angepasste Covid-19-mRNA-Impfstoff Spikevax® von Moderna hat eine weitere regulatorische Hürde genommen: Der Ausschuss für Humanarzneimittel der Europäischen Arzneimittelagentur empfiehlt die Zulassung der aktualisierten Vakzine für Personen ab einem Alter von sechs Monaten.
AutorKontaktTheo Dingermann
Datum 27.07.2026  11:15 Uhr

In einer Pressemitteilung teilte das Unternehmen Moderna am 24. Juli mit, dass der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) die Zulassung eines an die SARS-CoV-2-Variante XFG angepassten Covid-19-mRNA-Impfstoffs empfiehlt. Die Empfehlung folgt der Strategie internationaler Zulassungsbehörden, Covid-19-Impfstoffe kontinuierlich an die jeweils dominierenden Virusvarianten anzupassen. Auch die Coronaimpfstoffe anderer Hersteller werden an die XFG-Variante angepasst, die zur JN.1-Familie der Omikronsubvarianten zählt. 

Der XFG-Impfstoff entspricht sowohl den aktuellen Empfehlungen der EMA als auch der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA), die ebenfalls eine Anpassung an die XFG-Variante für die kommende Saison befürworten. Grundlage der positiven Bewertung sind nach Angaben des Unternehmens umfangreiche Daten zum etablierten Sicherheitsprofil der Spikevax-Plattform sowie zur Fähigkeit des aktualisierten Impfstoffs, robuste Immunantworten gegen SARS-CoV-2 auszulösen.

Die Mitteilung unterstreicht zugleich die anhaltende klinische Relevanz von Covid-19, insbesondere für ältere Menschen. Nach Angaben von Moderna entfielen in Europa während der Saison 2024/2025 rund 84 Prozent aller Covid-19-bedingten Krankenhausaufenthalte auf Menschen ab 65 Jahren. Dem steht eine vergleichsweise geringe Impfbereitschaft gegenüber. In Deutschland lag die Impfquote bei Erwachsenen ab 60 Jahren im gleichen Zeitraum lediglich bei 13 Prozent. Diese Diskrepanz verdeutlicht aus Sicht des Unternehmens den Bedarf an aktualisierten Impfstoffen und einer konsequenten Auffrischungsstrategie für gefährdete Bevölkerungsgruppen.

Moderna verweist darauf, dass die mRNA-Technologie eine vergleichsweise schnelle Anpassung der Impfstoffzusammensetzung an neu zirkulierende Virusvarianten ermöglicht. Gerade angesichts der fortlaufenden Evolution von SARS-CoV-2 bleibt die regelmäßige Aktualisierung der Impfstoffantigene ein zentrales Element der Präventionsstrategie, vergleichbar mit der jährlichen Anpassung saisonaler Influenzaimpfstoffe. Die nun empfohlene XFG-Formulierung reiht sich in dieses zunehmend etablierte Vorgehen ein, das darauf abzielt, den Impfschutz möglichst eng an die aktuelle epidemiologische Situation anzupassen.

Mehr von Avoxa