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Direkter Vergleich mit Rivaroxaban
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Apixaban punktet beim Blutungsrisiko

Erneut hat eine Studie gezeigt, dass Apixaban verglichen mit anderen direkten oralen Antikoagulanzien (DOAK) beim Blutungsrisiko die Nase vorn hat. Sparringspartner in einer Head-to-Head-Studie war diesmal Rivaroxaban.
AutorKontaktAnnette Rößler
Datum 11.05.2026  13:00 Uhr

Bei Patienten mit einer akuten Venenthrombose sehen die Behandlungsleitlinien bevorzugt die Gabe eines DOAK vor. Alle vier verfügbaren DOAK – Apixaban (Eliquis®), Edoxaban (Lixiana®), Rivaroxaban (Xarelto®) und Dabigatran (Pradaxa®) – sind in dieser Indikation zugelassen. Am häufigsten eingesetzt werden laut einer Publikation im »New England Journal of Medicine« von Forschenden um Dr. Lana A. Castellucci von der University of Ottawa in Kanada Apixaban und Rivaroxaban.

Mit einer internationalen, prospektiven und randomisierten Studie untersuchte das Team, welcher der beiden Wirkstoffe bei Patienten mit tiefer Venenthrombose oder Lungenembolie mehr Blutungskomplikationen verursacht. 1370 Patienten wurden mit Apixaban behandelt (leitliniengerecht mit 10 mg zweimal täglich für sieben Tage, dann 5 mg zweimal täglich) und 1390 Patienten mit Rivaroxaban (ebenfalls leitlinienkonform mit 15 mg zweimal täglich für 21 Tage, dann 20 mg einmal täglich). Primärer Endpunkt war eine klinisch relevante Blutung während des Studienzeitraums von drei Monaten.

Dieser trat in der Apixaban-Gruppe bei 44 von 1345 Patienten ein (3,3 Prozent) und in der Rivaroxaban-Gruppe bei 96 von 1355 Patienten (7,1 Prozent). Der Unterschied war statistisch signifikant. Ein Tod jeglicher Ursache, der sekundäre Endpunkt, ereignete sich in der Apixaban-Gruppe bei einem Patienten (0,1 Prozent) und in der Rivaroxaban-Gruppe bei vier Patienten (0,3 Prozent). Schwerwiegende unerwünschte Ereignisse, die weder im Zusammenhang mit einer Blutung noch mit einer Thrombose standen, gab es bei 36 Patienten unter Apixaban (2,7 Prozent) und bei 30 Patienten unter Rivaroxaban (2,2 Prozent).

Somit war Apixaban dem Konkurrenten in puncto Sicherheit signifikant überlegen. Das Ergebnis bestätigt frühere Studien, die bereits gezeigt hatten, dass Apixaban von allen DOAK am wenigsten Blutungen verursacht.

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