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Sinnvoller Schutz
Alles Wichtige zur Beratung bei der Maskenabgabe

Sicherer Umgang mit FFP2-Masken

Ein wichtiger Aspekt für die Schutzwirkung durch eine FFP2-Maske ist die Tragedauer. Eine FFP2-Maske ist immer dann zu wechseln, wenn sie durchfeuchtet ist. Das wird beispielsweise durch Sprechen begünstigt. Bei Erkältungssymptomen sollte man vom Tragen einer FFP2-Maske eher absehen, denn dann durchfeuchtet die Maske sehr schnell. Eventuelle Herstellerangaben zur Tragedauer sollten bei jedem Produkt individuell geprüft und beachtet werden.

Generell kann eine FFP2-Maske im Alltag mehrfach verwendet werden, meint Brandt. Voraussetzung für eine volle Schutzwirkung bei der Wiederverwendung ist allerdings, dass die Maske vorher nicht komplett durchfeuchtet war. In diesem Fall wäre die Maske sofort zu entsorgen. Wichtig bei der Wiederverwendung ist außerdem, dass die Maske zwischendurch so gelagert wird, dass sie erstens gut trocknet und zweitens keine anderen Gegenstände kontaminieren kann – dies kann zum Beispiel durch Aufhängen der Maske gewährleistet sein.

Beim erneuten Aufsetzen der Maske sollte darauf geachtet werden, eventuell vorhandene Erreger von der Außenfläche nicht auf die Innenfläche zu verschleppen. Die Innenseite der Maske sollte daher bestenfalls nicht berührt werden. Eine FFP2-Maske sollte weder durch Waschen noch durch Desinfizieren noch mithilfe einer Mikrowelle »aufbereitet« werden.

Zudem kann es vorteilhaft sein, das Auf- und Absetzen von Masken als Anwender zu üben, da der Sicherheitsvorteil der Maske durch falsche Handhabe schwindet.

 

Ein guter Sitz ist entscheidend

Wie bereits erwähnt, ist der gute Sitz einer FFP2-Maske entscheidend für eine volle Schutzwirkung. Bei einem dichten Sitz sollte sich die Maske beim Einatmen zusammenziehen und sich beim Ausatmen etwas ausbeulen. Ein Bart kann die Schutzwirkung negativ beeinträchtigen.

Derzeit gibt es bei FFP2-Masken keine standardisierten Größen. Wenn also eine Maske nicht gut passt, sollte eventuell auf ein anderes Modell zurückgegriffen werden. Daher kann es sinnvoll sein, dass Apotheken sich mit verschiedenen Modellen ausstatten, sofern dies möglich ist. Hatte eine in der ersten Welle abgegebene Maske nicht die optimale Passform, könnte bei der Abgabe in der zweiten Welle an diesen Patienten so eventuell auf ein anderes Modell zurückgegriffen werden.

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