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Wahl in Mecklenburg-Vorpommern
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AfD vor SPD, CDU fliegt aus dem Landtag

Die AfD hat die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern laut vorläufigem Ergebnis vor der SPD von Regierungschefin Manuela Schwesig gewonnen. Die CDU erlebt dagegen einen beispiellosen Absturz und verpasst den Wiedereinzug in den Landtag.
AutorKontaktAlexandra Amanatidou
AutorKontaktdpa
Datum 20.09.2026  18:20 Uhr
Datum Aktualisiert am 21.09.2026  08:35 Uhr

Die vom Verfassungsschutz wegen ihrer rechtsextremistischen Bestrebungen beobachtete AfD erzielte laut vorläufigem Ergebnis 38,2 Prozent. Somit hat sie  ihr Wahlergebnis aus dem Jahr 2021 (16,7 Prozent) mehr als verdoppelt. 

Die »Frau gegen Blau«, wie das Wahlslogan der SPD-Spitzenkandidatin Manuela Schwesig im Wahlkampf lautete, kommt mit ihrer Partei auf 35,5 Prozent. Im Vergleich zu den Landtagswahlen im Jahr 2021 (SPD: 39,6 Prozent) ist das ein moderater Verlust. Seit 28 Jahren regiert die SPD in Mecklenburg-Vorpommern mit wechselnden Koalitionspartnern.

Für die CDU war zunächst unklar, ob sie den Einzug in den Landtag schaffen würde. Laut vorläufigem Ergebnis von 4,9 Prozent verpasst sie ihn. Zum Vergleich: 2021 waren es noch 13,3 Prozent. Kurz vor der Landtagswahl hatte die PZ ein Interview mit Daniel Peters, dem Spitzenkandidaten der CDU für Mecklenburg-Vorpommern, geführt. 

Die Linke hat 6,5 Prozent erhalten (2021: 9,9 Prozent) und das Bündnis 90/ die Grünen 5,7 Prozent (2021: 6,3 Prozent). Die FDP scheiterte deutlich an der Fünf-Prozent-Hürde  (1,0 Prozent). Im Jahr 2021 hatte sie noch 5,8 Prozent erzielt.

Das BSW hatte sich an der Landtagswahl 2021 nicht beteiligt, da es erst im Jahr 2024 gegründet wurde. Laut vorläufigem Ergebnis scheitert es auch knapp an der Fünf-Prozent-Hürde (4,9 Prozent).

Das Wahlergebnis hat Auswirkungen auf Friedrich Merz (CDU) als Kanzler, da er seit Langem in der Kritik steht und Unzufriedenheit innerhalb der Partei herrscht. Merz trat gestern um kurz nach 18 Uhr vor die Presse und kündigte an, dass er trotz der schlechten Ergebnisse in Mecklenburg-Vorpomern und in Berlin im Amt bleiben und den Reformkurs fortsetzen wolle.

Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) rief angesichts unionsinterner Debatten über Merz zur Geschlossenheit und Fortsetzung der gemeinsamen Regierungsarbeit auf. Das Land stehe innen- wie außenpolitisch unter Druck, sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. »Gerade jetzt ist es wichtig, dass die Regierung stabil bleibt und Reformen vorantreibt. Friedrich Merz steht als Kanzler entschlossen für diesen notwendigen Reformkurs.«

Linnemann, der bis zum Sommer CDU-Generalsekretär unter Parteichef Merz war, fügte hinzu: »Diesen Weg müssen wir gemeinsam weitergehen, damit wir auch in Zukunft in einem lebenswerten Land leben können - mit einem starken Sozialsystem und einer wettbewerbsfähigen Wirtschaft.«

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