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Wahl Sachsen-Anhalt
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AfD holt Wahlsieg, verpasst absolute Mehrheit 

Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ist die rechtsextreme AfD laut dem vorläufigen Ergebnis klar stärkste Kraft geworden, hat aber die absolute Mehrheit verpasst. Die CDU erlebt dagegen ein Debakel. Das BSW könnte zum entscheidenden Faktor werden.
AutorKontaktAlexander Müller
Datum 06.09.2026  18:05 Uhr
Datum Aktualisiert am 07.09.2026  06:17 Uhr

Laut dem vorläufigen Ergebnis kommt die AfD auf 43,8 Prozent. Weit abgeschlagen auf dem zweiten Platz liegt die CDU von Ministerpräsident Sven Schulze mit 17,2 Prozent. Die Christdemokraten mussten deutliche Verluste hinnehmen und haben ihr Ergebnis halbiert.

Auf den Plätzen dahinter, wiederum mit einigem Abstand, liegen die SPD mit 9,3 Prozent, die Grünen mit 8,9 Prozent und die Linke mit 8,6 Prozent. Das BSW schafft mit 5,3 Prozent knapp den Einzug in den Landtag. Die FDP scheitert mit 2,6 Prozent dagegen deutlich an der 5-Prozent-Hürde.

Die AfD konnte ihr Ergbnis stark verbessern und hat 23 Prozentpunkte mehr geholt als bei der Landtagswahl 2021. Besonders deutlich verliert die CDU: Unter dem Strich stehen -19,9 Prozentpunkte im Vergleich zur letzten Landtagswahl – die CDU hat sich mehr als halbiert.

Die SPD hat ihren Wert von 2021 leicht verbessert (+0,9 Prozent). Deutlicher zulegen konnten die Grünen (+3,0 Prozentpunkte), sie haben ihr bestes Ergebnis jemals in Sachsen-Anhalt eingefahren. Die Linke verliert -2,4 Prozentpunkte. Das BSW war zum ersten Mal angetreten und zieht knapp in den Landtag ein. Die derzeit noch mitregierende FDP setzt ihren Absturz fort mit -3,8 Prozentpunkten aus dem Landtag. Die anderen Parteien kommen auf 4,3 Prozent (-6,0). 

BSW plötzlich entscheidender Machtfaktor

Nach dem vorläufigen Ergebnis kommt die AfD auf 39 Sitze im Landtag, zur absolute Mehrheit werden 42 benötigt. Ein Bündnis gegen die AfD ist aber durch den Einzug des BSW auch nicht absehbar. Die CDU (15 Sitze), Grüne (8) und SPD (8) und Linke (8) haben keine Mehrheit. Das BSW (5 Sitze) hat am Wahlabend eine Unterstützung der AfD zumindest angedeutet.

Die AfD hat zwar die absolute Mehrheit verpasst. Spitzenkandidat Ulrich Siegmund könnte dennoch zum ersten Ministerpräsidenten eines Bundeslandes einer rechtsextremen Partei werden. In einem möglichen dritten Wahlgang würde die einfache Mehrheit ausreichen. Dazu müsste sich das BSW bei der Wahl nur enthalten.

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