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Impfen in der Apotheke

ABDA fordert mehr Geld für Covid-19-Impfungen

Verlängerung der Arzneimittelversorgungsverordnung?

Verlängerung der Arzneimittelversorgungsverordnung?

Um die Impfungen auch in extern angemieteten Räumlichkeiten außerhalb der Apothekenbetriebsräume anbieten zu können, rät die ABDA zudem zu einer rechtlichen Anpassung der SARS-CoV-2-Arzneimittelversorgungsverordnung. In dieser ist geregelt, dass zuständige Aufsichtsbehörden den Apotheken im Rahmen einer Ausnahmegenehmigung gestatten können, unter anderem auch außerhalb der Betriebsräume zu impfen. Allerdings gilt diese Verordnung derzeit nur bis zum 31. März 2022. Um die Apotheken aber auch über den März hinaus an der Impfkampagne zu beteiligen, fordert die ABDA hier eine Anpassung vorzunehmen.

Auch stört sich die Bundesvereinigung an der Pflicht, eine Berufshaftpflichtversicherung vorzuweisen. Manche Apothekeninhaber hätten eine »Betriebshaftpflichtversicherung« für ihre Apotheke abgeschlossen, deshalb pocht die ABDA darauf, das Wort »Haftpflichtversicherung« statt Berufshaftpflichtversicherung in die Verordnung zu schreiben.

Die Impfsurveillance, also die Weitergabe der Informationen erfolgter Covid-19-Impfungen an das Robert-Koch-Institut (RKI), soll über das Verbändeportal des Deutschen Apothekerverbands (DAV) erfolgen. Die ABDA fordert, den DAV in den entsprechenden Verordnungspassus mitreinzuschreiben und auch festzuhalten, dass der DAV für die Datenübermittlung über das Portal Dritte beauftragen kann. Das DAV-Portal soll künftig von der Digitalgesellschaft Gedisa betreut und vor allem auch weiterentwickelt werden. Da es sich hierbei aber um ein eigenes Unternehmen handelt, das allerdings von den Landesapothekerverbänden gegründet wurde, fordert die ABDA, diese entsprechende Regelung mit in den Verordnungstext aufzunehmen.

ABDA: Anhebung der Impfzertifikat-Vergütung auf 7,20 Euro

Die Vergütung für die nachträgliche Erzeugung von Covid-19-Impfzertifikaten sollte in den Augen der ABDA außerdem erhöht werden. Da die Apotheken nun auch die Chargennummern der verimpften Impfstoffe überprüfen, entstünde ihnen ein Mehraufwand. Dieser rechtfertige eine Vergütungsanpassung von derzeit 6 Euro auf 7,20 Euro je erzeugtem digitalen Impfzertifikat. Die Chargenprüfung ist seit einigen Wochen möglich, ist aber für die Erstellung der Impfnachweise nur optional durchzuführen.

Zum Vorschlag, dass künftig auch Apotheken sogenannte Point-of-Care PCR-Tests durchführen und dafür vergütet werden sollen, erklärt die ABDA, dass die angepeilte Höhe von 30 Euro je Test deutlich zu niedrig angesetzt sei. »Apotheken werden die Testungen dafür nicht anbieten können.« Allein die Testmaterialien belaufen sich je Test auf etwa 35 Euro, so die ABDA. Hinzu kämen noch die Kosten für die Testgeräte sowie der administrative und personelle Aufwand. Zwar macht die ABDA hierfür keinen konkreten Vorschlag, wie hoch die Vergütung hierfür ausfallen sollte, allerdings betont die Bundesvereinigung: »Nicht ohne Grund werden ärztlicherseits für Selbstzahler momentan für PCR-Testungen regelmäßig Preise von über 70 Euro aufgerufen.«

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