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ABDA fordert mehr Geld für Corona-Testungen

Was die für die Testung vorgesehenen Vergütungshöhe betrifft, so hält die ABDA diese für unzureichend. Die Apotheken sollen laut BMG-Plan pro Test 9 Euro Beschaffungskosten und 9 Euro für die Durchführung und die anschließende Erstellung eines Testzeugnisses erhalten. Die Honorierung der Testdurchführung hält die Bundesvereinigung für »deutlich zu niedrig, da dieser Betrag den in den Apotheken entstehenden Aufwand nicht in ausreichender Weise abbildet«. Einen Gegenvorschlag macht sie in der Stellungnahme allerdings nicht. Auch dass Arztpraxen für die Testung momentan mit 15 Euro höher vergütet werden als etwa Apotheken ist aus ABDA-Sicht ungerechtfertigt. Sowohl das Qualifikationsniveau der testenden Personen als auch die übrigen Rahmenbedingungen seien vergleichbar, unterstreicht die ABDA.  Zudem sollten die Abrechnungsbeträge in der Testverordnung ausdrücklich als Nettobeträge ausgewiesen werden, also »zuzüglich Umsatzsteuer«. Ansonsten seien die Apotheken schlechter gestellt als anderen Leistungserbringer, deren Leistung grundsätzlich umsatzsteuerfrei sind.

Abrechnung und Berechtigungsnachweis einfach halten

Was die Abrechnung der Tests betrifft, so fordert die ABDA eine »möglichst schlanke und unbürokratisch ausgestaltete Lösung«. Apotheker hatten bereits gegenüber der PZ geäußert, dass die Abrechnung über die Rechenzentren erfolgen sollte, ähnlich wie bei den Schutzmasken für Risikopatienten. Auch sollte es eine einfache Lösung dafür geben, wie im Einzelfall geprüft werden kann, dass Personen zur kostenlosen Testung berechtigt sind. Das BMG-Papier lässt bislang offen, ob und in welcher Form Test-Interessenten ein Nachweis erbringen müssen, dass sie sich kostenlos in der Apotheke testen lassen dürfen.

Und auch im Fall der Selbsttests fordert die ABDA eine pragmatische Lösung für einen Berechtigungsnachweis, falls es eine Anspruchsbeschränkung auf eine bestimmte Anzahl innerhalb eines gewissen Zeitraums geben soll. So wäre etwa der Einsatz von Gutscheinen denkbar, wie sie bereits bei der kostenlosen Abgabe von FFP2-Masken verwendet werden.  Diese Voucher behalten die Apotheken ein und machen sie dann bei der Abrechnung geltend.

Die Masken-Abgabe soll auch als Vorbild dienen, falls Selbsttests lediglich gegen eine geringe Eigenbeteiligung abgegeben werden dürften. Bei der Maskenabgabe hatten einige Marktteilnehmer versucht, auf die vorgeschrieben 2 Euro Patientenbeteiligung zu verzichten und damit Kunden anzuwerben. Das Landgericht Düsseldorf hatte diese Prozedere letztlich dann untersagt. Die ABDA regt daher an, falls auch bei den kostenlosen Tests in den Apotheken eine Eigenbeteiligung geplant ist, deren Einbehalt zwingend vorzuschreiben. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte am heutigen Freitag jedoch angekündigt, dass er die Preisentwicklung der Selbsttests zunächst beobachten wolle, bevor der Bund die Abgabe der Selbsttests finanziell unterstützt.

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