| Annette Rößler |
| 09.04.2026 18:00 Uhr |
In einer Veranstaltung des Science Media Center diskutierten kürzlich Experten aus dem Bereich Public Health und Stoffwechselforschung die wissenschaftlichen Aspekte der Zuckersteuer. Einig war man sich, dass dank einer solchen Steuer der Zuckerkonsum sinken würde, was sich positiv auf die Gesundheit von Konsumenten auswirken würde, dass eine Zuckersteuer allein jedoch nur einen begrenzten Effekt haben würde. »Wenn wir einen echten Gesundheitsgewinn haben wollen, müssen wir über einen Maßnahmenkatalog reden«, sagte Privatdozentin Dr. Sarah Forberger vom Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie (BIPS) in Bremen.
Professor Dr. Marc Tittgemeyer vom Max-Planck-Institut für Stoffwechselforschung in Köln pflichtete bei und wurde deutlich: »Wir sind in einer relativ verzweifelten Lage und müssen anfangen, wirklich sehr ernsthaft auch mal über unangenehme Maßnahmen nachzudenken.« Wenn eine Maßnahme zur Prävention von Übergewicht eine Steuer sein könne, »dann halte ich das erst mal prinzipiell für hilfreich«.