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Prävention
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Pantazis setzt sich für Zuckersteuer ein

Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) hat die von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) befürwortete Zuckersteuer abgelehnt. Christos Pantazis, gesundheitspolitischer Sprecher der SPD, kritisiert die Entscheidung des Ministers.
AutorKontaktAlexandra Amanatidou
Datum 27.04.2026  14:30 Uhr

In einem Interview mit der »Frankfurter Allgemeinen Zeitung« (FAZ) erklärte Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU), er sei »kein Freund der Zuckersteuer« und glaube nicht, dass diese die erhofften gesundheitlichen Effekte oder spürbare Einsparungen im Gesundheitsbereich bringe. 

Er setzt nicht auf neue Lenkungssteuern, sondern auf freiwillige Vereinbarungen mit der Wirtschaft, um Zucker, Fette und Salz zu reduzieren. In einem Statement stellt Christos Pantazis (SPD) seine Position klar. Es sei nicht nachvollziehbar, warum Rainer ein solch wirksames Steuerungsinstrument ablehne.

»Derzeit werden die Folgekosten zuckerbedingter Erkrankungen solidarisch über die gesetzliche Krankenversicherung finanziert – während gleichzeitig wirksame Anreize zur Reduktion des Konsums fehlen«, sagte der SPD-Politiker. Dies sei weder verursachungsgerecht noch gesundheitspolitisch sinnvoll.

Eine gestaffelte Abgabe würde das Konsumverhalten verändern und Anreize für Hersteller setzen, den Zuckergehalt ihrer Produkte zu reduzieren. Freiwillige Vereinbarungen mit der Industrie hätten diese Wirkung bislang nicht ausreichend entfaltet. »Wer ernsthaft Prävention stärken will, kommt an verbindlichen ökonomischen Steuerungsinstrumenten nicht vorbei.« Dennoch betont der Politiker, dass eine Zuckerabgabe keine umfassende Präventionsstrategie ersetze.

Über die Einführung einer sogenannten Zuckersteuer wird seit Längerem diskutiert. Ende März stellte die Finanzkommission Gesundheit sie als eine mögliche Maßnahme zur Reduzierung der Kosten der Gesetzlichen Krankenkasse (GKV) vor. Einblicke in die Finanzkommission Gesundheit gibt es bei der neuen Folge von PZ-Nachgefragt. Auch die Leopoldina forderte zu Beginn des Jahres eine Zuckersteuer. In anderen Ländern wie Großbritannien haben Abgaben auf zuckergesüßte Getränke den Konsum von Zucker und zuckergesüßten Getränken nachweislich reduziert.

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