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Klimakrise
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Wie Hitze und Dürre Lieferketten gefährden

Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) hat kürzlich vor Produktionskürzungen aufgrund des Niedrigwassers im Rhein und anderen Flüssen gewarnt. Auch Pharmaverbände sind alarmiert, sehen aktuell jedoch noch keine Risiken für die Versorgung.
AutorKontaktAlexandra Amanatidou
Datum 11.08.2026  14:00 Uhr

Nach mehreren Hitzewellen und verheerenden Waldbränden in Europa sowie bislang circa 9600 Sterbefällen in Deutschland sorgt ein neues Problem für Unruhe: die Dürre und das Niedrigwasser im Rhein und in anderen deutschen Flüssen. Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) warnte in der vergangenen Woche vor Produktionskürzungen, auch Pharmaverbände sind beunruhigt.

»Die anhaltende Hitzewelle ist ein zunehmendes Risiko für die Stabilität der Arzneimittelproduktion und ihrer Lieferketten«, so der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) gegenüber der PZ. Hohe Temperaturen würden insbesondere die Kühl- und Energieversorgung von Produktionsanlagen, Reinräumen, Lagern und temperaturgeführten Transporten sowie die Vorstufen- und Rohstofflogistik belasten.

Laut dem Verband kann das Niedrigwasser im Rhein und in anderen Flüssen die Versorgung mit industriellem Kühl- und Prozesswasser gefährden. Vor allem schränkt es aber die Binnenschifffahrt massiv ein. »Das kann sich negativ auf die Versorgung der Arzneimittelproduktion mit chemischen Ausgangsstoffen, Wirkstoffvorstufen, Hilfsstoffen und Verpackungsmaterialien auswirken.«

Demzufolge könnten die Verzögerungen und Kapazitätsverluste in der Binnenschifffahrt zu steigenden Transportkosten und längeren Wiederbeschaffungszeiten führen. Bei anhaltenden Problemen könnte dies sogar Einschränkungen in den vorgelagerten Produktionsprozessen verursachen.

Das Problem komplexer Produktionsprozesse

Dennoch rechnet der BPI nicht mit flächendeckenden Arzneimittelengpässen. Auch der Verband Pharma Deutschland sieht keine Hinweise auf »konkrete, flächendeckende Versorgungsengpässe«.

Besonders sensibel für Lieferengpässe können laut Pharma Deutschland grundsätzlich Arzneimittel sein, deren Wirkstoffe oder Vorprodukte kurzfristig benötigt werden, nur von wenigen Lieferanten stammen oder für deren Transport große Mengen chemischer Ausgangsstoffe erforderlich sind.  »Bereits der Ausfall oder die verspätete Lieferung einzelner Wirkstoffvorstufen, Hilfsstoffe oder Verpackungsmaterialien kann bei komplexen Produktionsprozessen Folgen für die Verfügbarkeit einzelner Arzneimittel haben«, bestätigt auch der BPI.

Besonders sensibel für Lieferengpässe können laut Pharma Deutschland grundsätzlich Arzneimittel sein, deren Wirkstoffe oder Vorprodukte kurzfristig benötigt werden, nur von wenigen Lieferanten stammen oder für deren Transport große Mengen chemischer Ausgangsstoffe erforderlich sind.

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