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Schwangerschaftsübelkeit
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Was hilft und wann ein Arztbesuch sinnvoll ist

Mehr als drei Viertel der Schwangeren erleben Übelkeit. Welche Alltagsmaßnahmen Linderung bringen können und wann ärztlicher Rat nötig wird.
AutorKontaktdpa
Datum 24.08.2026  10:30 Uhr
Was hilft und wann ein Arztbesuch sinnvoll ist

Der Geruch von Kaffee, ein stickiger Konferenzraum oder schon der Gedanke an die nächste Mahlzeit: In der frühen Schwangerschaft können ganz alltägliche Dinge Übelkeit auslösen. »Übelkeit und Erbrechen zu Beginn einer Schwangerschaft betreffen fast drei Viertel der werdenden Mütter«, sagt Ingolf Juhasz-Böss, Ärztlicher Direktor der Klinik für Frauenheilkunde des Universitätsklinikums Freiburg, in einem Magazinbeitrag der Uniklinik.

Meist tritt die Übelkeit zwischen der 5. und der 14. Schwangerschaftswoche auf. Für die Mutter ist sie unangenehm, für das ungeborene Kind aber in der Regel nicht gefährlich, heißt es weiter. Dennoch sind viele Betroffene auf der Suche nach Geheimtipps, um die Beschwerden zu lindern. Was hilft, kann aber individuell sehr verschieden sein.

Trigger erkennen und vermeiden

Was Schwangere ausprobieren können:

  • Mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt essen. Häufig werden etwas kohlenhydratreichere, fettarme Speisen besser vertragen.
  • In kleinen Schlucken trinken, zum Beispiel Wasser (am besten ohne Kohlensäure) oder Tee. Bei häufigem Erbrechen können auch Getränke mit Elektrolyten sinnvoll sein.
  • Vor dem Aufstehen einen leicht gesüßten Tee oder etwas Orangensaft trinken, dazu einen Zwieback essen und anschließend noch etwa 20 Minuten liegen bleiben.
  • Gerüche meiden, die die Übelkeit verstärken. Dazu gehören bei vielen Frauen Kaffee, Fleisch oder Parfüm.
  • Für frische Luft sorgen, stickige und warme Räume vermeiden und sich, wenn möglich, leicht bewegen.
  • Lockere Kleidung tragen, die den Bauch nicht einengt.
  • Akupressur am Handgelenk oder Akupunktur ausprobieren.
  • Ingwer etwa als Tee oder in kleinen Mengen als Lebensmittel testen. Ob das geeignet ist, sollten Schwangere mit ihrer Ärztin oder ihrem Arzt besprechen.

Es gibt auch Medikamente wie Vitamin B6, Doxylamin oder andere Mittel gegen Übelkeit. Diese sollten in der Schwangerschaft nur nach ärztlicher Rücksprache eingenommen werden.

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