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Magen-Darm-Infekte
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Genesung unterstützen, Ansteckungsgefahr reduzieren

Durchfall, Erbrechen, Übelkeit: ein Magen-Darm-Infekt ist nicht nur hochansteckend, Betroffen fühlen sich wie ein Häufchen Elend. Was jetzt hilft und mit welchen Kniffen das Risiko reduziert werden kann, dass der Infekt im eigenen Haushalt um sich greift.
AutorKontaktdpa
Datum 08.05.2026  09:30 Uhr

Wer von Magen-Darm-Fällen in der Kita des Kindes oder am Arbeitsplatz hört, dürfte schnell in einen Alarmmodus wechseln. Um zu verhindern, dass er oder sie andere in der Familie oder WG ansteckt, kommt es auf strenge Hygiene an, wie Gastroenterologin Dr. Petra Jessen sagt. Noroviren und Co. sind nämlich hochansteckend. Daher hat fast jeder schon einmal – oder sogar mehrmals – eine Magen-Darm-Grippe durchgemacht.

Die Symptome einer sogenannten Gastroenteritis melden sich oft ganz plötzlich. Heftige Übelkeit, wässriger Durchfall, starker Brechreiz: Nichts bleibt im Körper und man kommt von der Toilette kaum weg. Dazu kommen oft schmerzhafte Bauchkrämpfe, manchmal auch Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. Kurz: Man wünscht sich einfach nur, dass es wieder bergauf geht.

Was hilft dabei? Und wann wird es kritisch für den Körper? Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Wie werden Magen-Darm-Infektionen überhaupt übertragen?

Bei einer Magen-Darm-Grippe handelt es sich meist um eine Entzündung der Magen-Darm-Schleimhaut. »Auslöser sind häufig Viren wie Noroviren oder Rotaviren, Bakterien wie Salmonellen und E.coli und manchmal auch Parasiten«, sagt Professor Dr. Birgit Terjung. Sie ist Chefärztin der Abteilung für Innere Medizin und Gastroenterologie an den GFO Kliniken in Bonn.

Die Übertragung erfolgt vor allem durch Schmierinfektionen. Startpunkt sind dabei kleinste Spuren von Stuhl oder Erbrochenem, die an Händen oder beispielsweise Türklinken, Armaturen oder Haltegriffen in öffentlichen Verkehrsmitteln haften.

Wer in diese Spuren hineinfasst und sich dann zum Beispiel in den Mund packt, kann sich mit den Erregern infizieren – und mitunter schon nach wenigen Stunden Symptome entwickeln. In der Regel beginnen die Beschwerden 4 bis 48 Stunden nach der Ansteckung.

Übrigens: »Eine Ansteckung ist auch durch den Verzehr verunreinigter Lebensmittel möglich«, erklärt Jessen. Möglich sind auch Tröpfcheninfektionen, also Ansteckungen durch das Einatmen von Viren einer Person, die sich erbrochen hat.

Die Symptome klingen meist nach wenigen Tagen wieder ab, Betroffene fühlen sich aber meist noch ziemlich geschwächt.

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