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Magen-Darm-Infekte
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Genesung unterstützen, Ansteckungsgefahr reduzieren

Durchfall, Erbrechen, Übelkeit: ein Magen-Darm-Infekt ist nicht nur hochansteckend, Betroffen fühlen sich wie ein Häufchen Elend. Was jetzt hilft und mit welchen Kniffen das Risiko reduziert werden kann, dass der Infekt im eigenen Haushalt um sich greift.
AutorKontaktdpa
Datum 08.05.2026  09:30 Uhr

Was hilft, wenn es einen erwischt hat?

Viel kommt raus, wenig geht rein – dadurch besteht die Gefahr, dass der Körper austrocknet. »Wichtig ist also, den enormen Verlust von Flüssigkeit und Mineralstoffen, der durch Durchfall und Erbrechen verursacht wird, auszugleichen«, sagt Terjung.

Man sollte also versuchen, regelmäßig zu trinken – am besten in kleinen Schlucken, damit der Magen nicht direkt rebelliert. Wasser und ungesüßter Tee eignen sich Terjung zufolge gut.

Mit der Flüssigkeit sollte man auch Mineralstoffe sowie Salz und Zucker zu sich nehmen. »Hierfür gibt es in Apotheken speziell zusammengesetzte Mischungen mit Mineralstoffen, Salz und Zucker im richtigen Verhältnis«, so Terjung. Wer mag, kann es auch mit den beliebten Hausmitteln Cola und Salzstangen probieren.

In den ersten ein, zwei Tagen können Betroffene meist noch nicht mal an Essen denken. Wer dann erste Bissen wagen möchte, dem rät Jessen zu Schonkost. Also zum Beispiel zu Zwieback, Reis, Kartoffeln, Banane oder geriebenem Apfel – Hauptsache leicht verdaulich. »Auf Alkohol und Kaffee unbedingt verzichten, da dies die Magenschleimhaut weiter reizt«, sagt die Medizinerin.

Wann sollte man mit einer Magen-Darm-Grippe zu Ärztin oder Arzt?

Sind die Beschwerden nach drei Tagen – bei Kindern nach ein bis zwei Tagen – nicht abgeklungen, ist es wichtig, ärztlichen Rat einzuholen.

»Bei Säuglingen, Schwangeren, Älteren sowie Menschen mit Vorerkrankungen ist es empfehlenswert, umgehend eine Ärztin oder einen Arzt aufzusuchen«, sagt Jessen. Ebenfalls umgehend die Hausarztpraxis kontaktieren sollte man etwa bei Blut im Stuhl.

Was sind Anzeichen für einen gefährlichen Flüssigkeitsverlust?

»Anzeichen sind beispielsweise sehr trockene Lippen und eine sehr trockene Zunge«, erklärt Terjung. Dehydrierte Menschen können zudem verwirrt oder lethargisch wirken. Und auch eine abnehmende Elastizität der Haut ist ein wichtiger Hinweis.

Heißt konkret: Hautfalten bleiben stehen, wenn man sie etwa am Handrücken oder Bauch leicht anhebt oder loslässt. »Solche Anzeichen sind ein medizinischer Notfall«, so Terjung. Das gilt vor allem bei Kindern, Älteren sowie immungeschwächten Menschen.

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