| Daniela Hüttemann |
| 31.08.2026 16:00 Uhr |
Die niedrig dosierten Tabletten sind rund und haben einen Durchmesser von 6,5 mm. Die 25-mg-Tablette ist dagegen oval mit den Maßen 6,8 × 12 mm. Die Anfangsdosis beträgt 1,5 mg einmal täglich und wird nach jeweils mindestens vier Wochen auf die nächsthöhere Tablettenstärke umgestellt. Bei Bedarf kann die Dosis auf der vorherigen Dosisstufe beibehalten werden. Die tägliche maximale Einzeldosis beträgt 25 mg.
Wer vom Fertigpen mit 2,4 mg Semaglutid auf die Tablette wechseln möchte, kann eine Woche nach der letzten subkutanen Dosis mit der 25-mg-Tablette beginnen.
Wichtig ist die korrekte Anwendung, damit der Wirkstoff aufgenommen werden kann. »Oral verabreichtes Semaglutid sollte immer als eine Tablette pro Tag eingenommen werden«, heißt es in der Fachinformation. »Die Einnahme von mehr als einer Tablette pro Tag zur Erzielung der Wirkung einer höheren Dosis sollte nicht erfolgen.«
Ob Tablette oder Spritze, bleibt also letztlich Geschmackssache des Anwenders (Spritzenphobie, Schluckstörungen, motorische Fähigkeiten et cetera). Bei Polymedikationspatienten kann der Fertigpen die bessere Alternative sein. Auch dürfte es einigen Menschen im Alltag schwerfallen, Fastenzeit und Abstand zur nächsten Mahlzeit einzuhalten. Dies ist jedoch für die Resorption des Peptids essenziell. Möglicherweise wird auch die Verfügbarkeit eine Rolle für die Verordnung spielen.