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Was bringt Vitamin D für Läufer?

In der neuesten EviNews-Ausgabe geht es um Leitlinienempfehlungen zu Vitamin D und Sport. Im Fokus steht eine Studie, ob eine Vitamin-D-Gabe die Performance von Hobby-Marathonläufern verbessert.
AutorKontaktDaniela Hüttemann
Datum 11.08.2026  18:00 Uhr

Wer regelmäßig läuft, tut seinem Körper in der Regel etwas Gutes. Dabei reichen schon kurze, aber regelmäßige Einheiten – es muss kein Marathon sein. »Läufer:innen nehmen oft zusätzlich Supplemente ein«, stellt der aktuelle EviNews-Newsletter fest. Aber ist das wirklich nötig?

Ein ausreichender Vitamin-D-Status ist für die Knochengesundheit und das Immunsystem relevant.  Grundsätzlich lässt sich sagen, dass ein festgestellter Mangel behoben werden sollte. Mehr als die Hälfte der Sportlerinnen und Sportler weisen laut Studienlage suboptimale Vitamin-D-Spiegel auf, insbesondere im Winter und bei geringer Sonnenexposition. Eine Supplementierung über den empfohlenen Bedarf hinaus hat dagegen keinen zusätzlichen Nutzen für die Knochenfestigkeit.

Marathon-Läufer mit zu niedrigem Vitamin-D-Spiegel

Eine aktuelle Studie hat nun die Auswirkungen einer Vitamin-D-Supplementierung bei gesunden Freizeit-Marathonläuferinnen und -läufern im Alter von 20 und 60 Jahren, aber unzureichendem Vitamin-D-Status geprüft. Sie erhielten über acht Wochen 5000 I.E. Vitamin D in flüssiger Form einmal pro Tag nach dem Mittagessen oder Placebo. Auch Vitamin E war im Studienpräparat enthalten. Ziel war ein Serum-25(OH)D-Spiegel von ≥ 48 ng/ml vor dem Wettbewerb. Die Dosis wurde entsprechend angepasst. Das funktionierte in der Verumgruppe erwartungsgemäß, berichten die Forschenden im »Journal of the International Society of Sports Nutrition«.

Gemessen wurden schließlich Herz-, Muskel- und Immunsystem-Biomarker vor und nach dem Marathon. Tatsächlich hatte die ausreichend substituierte Gruppe 24 Stunden nach dem Marathon niedrigere myokardiale Biomarker (CK-, CK-MB- und cTnI-Werte) als die Placebogruppe. »Dies deutet auf einen möglichen Einfluss auf die Regeneration nach intensiverer Ausdauerbelastung hin«, so das Fazit. Zu den Einschränkungen der Studie gehört unter anderem, dass es sich mit nur 21 Teilnehmenden um eine sehr geringe Probandenzahl handelt.

Was heißt das nun für die Beratung in der Apotheke?

Bei Läuferinnen und Läufern können gezielt Risikofaktoren für einen Vitamin-D-Mangel erfragt werden, rät das EviNews-Team. Dazu gehören Training in den frühen Morgen- oder Abendstunden, geringe Sonnenexposition, Hauttyp, lange Kleidung und Wintertraining.

Zudem kann das Apothekenteam eine Vitamin-D-Spiegelbestimmung anbieten oder anraten. Bei nachgewiesenem Vitamin-D-Mangel oder einem erhöhten Risiko für einen Mangel kann eine Supplementierung zielgerichtet empfohlen werden. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt bei fehlender endogener Synthese eine Zufuhr von 20 µg (800 I.E.) Vitamin D täglich.

Eine generelle Empfehlung zur Regeneration oder Leistungssteigerung sowie eine allgemeine Dosisempfehlung für Sportler könne aus der vorliegenden Studie jedoch nicht abgeleitet werden. Im besten Fall erfolge eine Supplementierung immer gemeinsam mit einer sportmedizinischen Untersuchung. Im Newsletter finden sich noch weitere, umfängliche Informationen zu Vitamin D bei Sportlern.

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