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Reformpläne
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Warken im Gesundheitsausschuss, ApoVWG in Beratungen

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) wird in der kommenden Woche im Gesundheitsausschuss zu Gast sein und über Sparempfehlungen für die Krankenkassen, die Zukunft der Pflege sowie Arzneimittelkosten reden. Das Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz (ApoVWG) braucht indes wohl noch Zeit bis zur Beschlussreife.
AutorKontaktCornelia Dölger
Datum 07.04.2026  15:30 Uhr

April oder Mai – wann kommt das ApoVWG?

In einer der nächsten Sitzungen des Gesundheitsausschusses dürfte jedenfalls auch das Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz (ApoVWG) Thema sein. Denn der Bundestagsbeschluss ist für das Frühjahr geplant – wann das Gesetz beschlussreif ist, zeichnet sich aber aktuell noch nicht ab. Ende März hatten die Regierungsfraktionen in ihren Prüfbitten noch Fragen zu grundlegenden Plänen wie PTA-Vertretung, Zweigapotheken und auch Honorar, obwohl Letzteres gar nicht Bestandteil des ApoVWG ist. Wann diese Fragen geklärt sind und Änderungsanträge beschlossen werden können, ist noch unklar.

Die Gespräche liefen derzeit jedenfalls, wie Tanja Machalet (SPD), Vorsitzende des Gesundheitsausschusses, die PZ wissen ließ. Sie gehe nicht davon aus, dass der Plan noch im April klappen werde. Die Beratungen dauerten weiter an.

Pilsinger: Gleiche Bedingungen für alle Marktteilnehmer

Beim Zeitplan zuversichtlicher zeigt sich die Union. Apothekenberichterstatter Stephan Pilsinger (CSU) geht davon aus, dass das ApoVWG noch im April im Bundestag beschlossen wird. Im Blick hat Pilsinger, der auch Vize-Vorsitzender des Gesundheitsausschusses ist, den Knackpunkt Versandhandel. Das BMG plant über eine Änderung der Apothekenbetriebsordnung (ApoBetrO), dass die Logistiker der Versender stärker in die Pflicht genommen werden. Derzeit liegt die entsprechende Verordnung zur Notifizierung in Brüssel und wird in diesen Tagen zurückerwartet. Sie soll parallel mit dem ApoVWG greifen.

Die Versender haben bereits signalisiert, dass sie in den geplanten Verschärfungen ein »Versandverbot durch die Hintertür« sehen, und davor gewarnt, dass unter mehr Kontrollen am Ende die Patientenversorgung leide. Dem widerspricht Pilsinger. Er sagte der PZ, dass die Versorgung gemäß Qualitätsvorgaben heute schon durch Pharmagroßhandel und Apotheken sichergestellt sei. »Aber laxere Auflagen ohne Kontrolle und Sanktionen, wie wir sie heute mit Blick auf den Versandhandel in weiten Teilen haben, gefährden die Patientensicherheit.«

Jeder Marktteilnehmer müsse dieselben Bedingungen erfüllen, um die Arzneimittelsicherheit zu gewährleisten – auch der Versandhandel, betonte der Gesundheitspolitiker. Dieses Ziel verfolgten Union und SPD gleichermaßen, daher sei eine Einigung in Sicht.

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