Geschäftsführer Mathias Hevert ist stolz auf die Bio-Zertifizierung des firmeneigenen Heilpflanzenanbaus – wesentlicher Baustein der Nachhaltigkeitsstrategie. / © Hevert Arzneimittel
Bad Wörishofen hatte Pfarrer Kneipp, Bad Sobernheim Pastor Emanuel Felke: Der Erfinder der Komplexhomöopathie und Prediger einer natürlichen Lebensweise mit Nutzung von Naturheilmitteln wie Licht, Luft, Wasser und Lehm hat Apotheker Emil Hevert begeistert. So sehr, dass er seinen Vertriebsleiterposten bei der Arzneimittelfirma Mauch-Göppingen kündigte und sich 1956 entschloss, an der Wirkstätte Felkes im rheinland-pfälzischen Sobernheim gemeinsam mit seiner Frau Dorothea ein eigenes pharmazeutisches Unternehmen aufzubauen. Viele der Rezepturen des damaligen Sortiments homöopathischer und phytotherapeutischer Präparate stammten von ehemaligen Schülern des Pastors (»Felke-Komplexmittel«) und sind in abgewandelter Zusammensetzung noch heute Teil der Hevert-Produktpalette.
Die Gründeridee, mehr »ganzheitliche Medizin durch Nutzung naturheilkundlicher Verfahren« auf denMarkt zu bringen, überzeugte von Anfang an. Seitdem befindet sich das heute in dritter Generation geführte Familienunternehmen auf Wachstumskurs und kann dieses Jahr seinen 70. Geburtstag feiern. Mit seinen derzeit mehr als 100 homöopathischen Komplexmitteln, pflanzlichen Arzneimitteln und Vitalstoffpräparaten deckt Hevert nahezu alle naturheilkundlich relevanten Therapiebereiche ab. Schwerpunkte liegen im Bereich Psyche/Schlaf, Erkältung und Vitaminmangel.
Verwaltung und Produktion befinden sich nach wie vor in Bad Sobernheim und der Nachbargemeinde Nussbaum im Nahetal. Von dort geht der Großteil der Hevert-Präparate vom Band – im vergangenen Jahr waren es mehr als zweieinhalb Millionen. Geliefert wird neben Deutschland in acht Länder weltweit, ins europäische Ausland, nach Nord- und Südamerika sowie Asien. Derzeit sind 190 Mitarbeitende bei Hevert beschäftigt.
Das Bekenntnis zum Produktionsstandort Deutschland bekräftigte das Unternehmen erst vor gut einem Jahr. Da nahm es am Firmensitz in Nussbaum eine hochmoderne neue Verpackungslinie für Tabletten in Betrieb. Eine Investition in die Zukunft, um flexibler Verpackungsformate anpassen, nachhaltiger agieren und die Produktionskapazität steigern zu können, heißt es vonseiten Heverts. So sind im vergangenen Jahr unter anderem annähernd 400.000 Packungseinheiten Sinusitis Hevert, mehr als 220.000 Packungseinheiten Vitamin D3 Hevert 4000 IE und mehr als 220.000 Packungseinheiten Calmvalera Tabletten dort »reisefertig« gemacht und vom Band gelaufen.