| Ev Tebroke |
| 19.08.2026 19:00 Uhr |
Aus drei wird eins: Mit der heutigen Zustimmung des Sächsischen Apothekerverbands ist der Weg frei für die Verschmelzung der drei Landesapothekerverbände Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt zu einem Großverband: dem Mitteldeutschen Apothekenverband. / © Getty Images/anilakkus
Nach mehr als drei Jahren Vorbereitung, vielen Beratungs- und Planungstreffen und -abstimmungen ist es so weit: Der Weg ist frei für den Großverband Mitteldeutscher Apothekenverband (MAV). Heute hat als letzter Verband der Sächsische Apothekerverband (SAV) der Verschmelzung mit den Landesapothekerverbänden Sachsen-Anhalt und Thüringen zugestimmt. Die Mitgliederversammlung des SAV stimmte mit großer Mehrheit (92,2 Prozent) dafür. Die beiden anderen Verbände hatten bereits am 8. Juli ihre Auflösung und Verschmelzung zum Großverband beschlossen.
»Es ist ein historischer Tag«, kommentierte der SAV-Vorsitzende Thomas Dittrich zu Beginn der heutigen MV in Leipzig. Die Verschmelzung zu einem Großverband ist laut Dittrich vor allem eine strategische Reaktion auf den sich beschleunigenden Strukturwandel und die sinkende Zahl der Betriebsstätten. Aber es gehe bei der Fusion nicht nur darum, »die Strukturen angesichts sinkender Mitgliederzahlen, die durch die zunehmenden Apothekenschließungen bedingt sind, effizienter zu gestalten«, sondern, wie Dittrich erklärte: »Mit einem Großverband erwarten wir mehr politische Durchschlagskraft.« Mit der Fusion entstehe nach der Anzahl der Apothekenbetriebsstätten der viertgrößte Landesapothekerverband Deutschlands.
»Wir schaffen ein deutlich stärkeres Gegengewicht gegenüber großen Verhandlungspartnern wie den Krankenkassen, bundespolitischen Akteuren und weiteren Marktpartnern«, so der SAV-Vorsitzende. Der neue Verband wird demnach die berufspolitischen, wirtschaftlichen und vertraglichen Interessen von mehr als 1300 Apothekeninhaberinnen und -inhabern vertreten – und damit über 1800 Betriebsstätten auf Landes- und Bundesebene.