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Umsatz von Zur Rose wächst 2019 um 45 Prozent

Die Schweizer Zur Rose-Gruppe, zu der auch der Versender Doc Morris zählt, konnte im vergangenen Jahr in Deutschland ihren Umsatz um rund 45 Prozent steigern. Darin eingerechnet sind die Verkäufe des Ende 2018 übernommenen deutschen Versenders Medpex.
Ev Tebroke
22.01.2020
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Die Zur Rose-Gruppe hat heute ihre vorläufigen Umsatzzahlen für 2019 veröffentlicht. Demnach steigerten die Schweizer ihren Umsatz insgesamt um rund 30 Prozent auf dann 1, 57 Milliarden Schweizer Franken (CHF). Im Vorjahr lag der Umsatz noch bei rund 1,21 Milliarden CHF. In Lokalwährung, also in Euro, entspricht dies laut Mitteilung einem Zuwachs von knapp 33 Prozent auf umgerechnet rund 1,6 Milliarden CHF. An diesem Wachstum sind maßgeblich die eingerechneten Verkäufe des Ende 2018 übernommen deutschen Versenders Medpex mit Sitz in Ludwigshafen beteiligt. Rechnet man diese heraus, beläuft sich der Umsatzzuwachs insgesamt auf 12, 4 Prozent.

Im deutschen Markt meldet die Gruppe eine Steigerung des Umsatzes inklusive Medpex-Verkäufen um 45,4 Prozent auf 976 Millionen CHF. In Lokalwährung entspricht dies den Angaben zufolge einem Anstieg um knapp 51 Prozent. Ohne Medpex stieg der Umsatz um 13,6 Prozent auf 762,789 Millionen CHF, in Lokalwährung entspricht das einem Zuwachs um 18 Prozent. In der Schweiz verzeichnet das Unternehmen ein Umsatzwachstum von 5,2 Prozent auf 554,4 Millionen CHF, »trotz regulatorisch bedingter Preissenkungen von 4 Prozent«. Im Segment »Übriges Europa«, dazu zählen neben Spanien und Frankreich der grenzüberschreitende Versand in rund 20 Länder, konnte Zur Rose den Umsatz um 48 Prozent auf 39,7 Millionen Euro erhöhen.

Bis 2022 ambitionierte Ziele

In Deutschland hat die Gruppe zuletzt vermehrt durch Zukäufe Marktanteile hinzugewonnen. Neben Medpex hatten die Schweizer Ende 2018 auch die Hamburger Versandapotheke Apo-Rot übernommen. Die Integration von Apo-Rot sei nun abgeschlossen: Zur Rose habe Ende 2019 »planmäßig« auch Marketing, Service und IT des Versenders im niederländischen Heerlen gebündelt und den Standort Hamburg stillgelegt, heißt es. Derzeit agiert Zur Rose hierzulande mit sechs divers aufgestellten Versandapotheken. Neben Doc Morris, Med-Pex und Apo-Rot zählen dazu noch Eurapon, Zur Rose, Vitalsana und die VFG Versandapotheke. Das Unternehmen beschäftigt nach eigenen Angaben an verschiedenen Standorten in Europa, mehr als 1600 Mitarbeitende.

Für 2019 Jahr bestätigt die Zur Rose-Gruppe ihre Ergebniserwartung von 0 bis minus 1 Prozent Ebitda-Marge, geht aber eher von einer Marge »am unteren Ende der kommunizierten Spanne« aus. Was den weiteren Ausblick für 2022 betrifft, so bleibt das Unternehmen bei seiner Prognose. Demnach peilt das Management eine Verdoppelung des 2018 erzielten Umsatzes und eine Ebitda-Zielmarge von 5 bis 6 Prozent an. Die optimistische Prognose resultiert vor allem auch auf der hierzulande anstehenden Einführung des E-Rezepts im Jahr 2021. Davon erhoffen sich die Versender große Umsatzsprünge.

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