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Von Mücken bis Wespen 
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Stichfest durch den Spätsommer

Mücken haben noch Saison und Wespen werden auf der Suche nach Süßem immer kontaktfreudiger: Auch im Spätsommer ist das Risiko für Insektenstiche noch hoch. Wie kann man sich schützen und wie sind Stiche zu behandeln?
AutorKontaktCarolin Kühnast
Datum 21.08.2026  15:30 Uhr

Insektenstiche vorbeugen

Gegen Mückenstiche werden prophylaktisch Repellenzien eingesetzt. Sie kaschieren den menschlichen Körpergeruch und sollen die Plagegeister so abhalten. Alle Stellen, die nicht durch Kleidung bedeckt sind, sollten mit dem Mittel besprüht oder eingecremt werden. Wie lang die Wirkung anhält, hängt vom Wirkstoff und der Konzentration ab. Sie sollten nur auf intakte Haut und nicht auf Schleimhäute aufgebracht werden.

Diethyltoluamid – kurz DEET – kann in niedrigen Konzentrationen bei Kindern über zwei Jahren angewendet werden. Aufgrund von möglichen Hautreizungen und seltenen Fällen von neurologischen Effekten rät das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) von einem Einsatz bei jüngeren Kindern ab. Außerdem sollten die Eltern das Auftragen übernehmen, damit nicht versehentlich etwas vom Produkt auf den Fingern verbleibt und dann in den Mund wandert. DEET hat eine hohe Wirksamkeit und wird auch für tropische Gebiete empfohlen. Die Wirkdauer kann bis zu acht Stunden betragen.

Icaridin besitzt eine ähnliche Wirksamkeit und ist gut verträglich. Es ist konzentrationsabhängig für Kinder ab zwei Jahren einsetzbar, wirkt etwas kürzer als DEET und eignet sich vor allem zum Schutz vor heimischen oder südeuropäischen Mücken. Eine weitere besonders hautverträgliche Alternative ist Ethyl-Butylacetylaminopropionat (IR3535). Es wirkt kürzer als die anderen beiden Repellentien, ist materialverträglich und kann deshalb zum Benetzen von Kleidung verwendet werden.

Einige Präparate sind bereits für Kinder ab einem Jahr geeignet. Das gilt ebenso für Citriodiol, das Öl des Zitroneneukalyptus. Es wirkt von allen Stoffen am schwächsten und kürzesten. Andere individuell zusammengesetzte Mischungen ätherischer Öle verfliegen relativ schnell, weshalb sie keinen zuverlässigen Schutz vor Stichen bieten. Viele ätherische Öle sind zudem in Reinform nicht für Kinder geeignet.

Bei sehr kleinen Kindern oder dann, wenn man nicht auf ein Repellent zurückgreifen kann oder möchte, sollte die Haut möglichst gut mit Kleidung bedeckt sein. Außerdem sind Mückennetze über dem Bett und Fliegengitter an den Fenstern sinnvoll.

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