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Wärme, Kälte, Quark
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Tipps zu Hausmitteln bei Sommerbeschwerden

Im Sommer ist es schnell passiert: Die Bremse beißt, die Sonne brennt oder das Petermännchen sticht. So unterschiedlich die Ursachen sind, so unterschiedlich sind auch die richtigen Maßnahmen. Wann gekühlt und wann erwärmt werden muss.
AutorKontaktPZ
Datum 14.08.2026  12:30 Uhr

Wenn’s sticht, brennt oder beißt, gibt es erste Hilfe in der Apotheke. Darauf weist der Landesapothekerverband Baden-Württemberg hin. »Die Apotheken vor Ort haben nützliche Tipps, welche Hausmittel die Beschwerden lindern und welche Arzneimittel die Heilung unterstützen. Was beim Wespenstich hilft, kann die Begleiterscheinungen bei einem Bremsenbiss schlimmer werden lassen.«

»Viele Menschen kühlen instinktiv einen Bremsenbiss, wie man es bei Insektenstichen eben auch tun würde. Da die Bremse aber ein Gift in die Haut abgibt, sollte die betroffene Stelle mit Wärme behandelt werden, um das Gift unschädlich zu machen«, erklärt Apothekerin Friederike Habighorst-Klemm.

Das gelte auch beim Stich eines Petermännchens, eines barschartigen Fisches mit giftigen Stacheln, der sich in Sand und Schlamm vergräbt. »Je wärmer, umso besser«, empfiehlt die Apothekerin hier, jedoch nicht so heiß, dass man sich verbrennt. »In der Apotheke gibt es kleine Geräte, die die richtige Menge an Wärme auf die Hautstelle leiten. Sie sind nicht viel größer als ein Kugelschreiber und passen in jede Tasche«, so der Tipp der Patientenbeauftragten des LAV.

Auch bei Stichen von bestimmten Quallenarten könne Wärme gut helfen. Dagegen sollte die betroffene Stelle auf keinen Fall mit Süßwasser gespült werden. »Das aktiviert die giftigen Tentakel erst so richtig! Meerwasser ist da eine tolle Lösung und gleich verfügbar«, rät die Apothekerin.

Ist Quark eine gute Lösung bei Sonnenbrand?

Die Stiche von Wespen, Bienen und Mücken werden gekühlt – ebenso ein Sonnenbrand. »Der Tipp, Quark auf einen Sonnenbrand aufzutragen, kursiert schon lange und hartnäckig. Es ist richtig, dass dieser die Haut kühlt. Aber viele Sonnenanbeter vergessen, ihn rechtzeitig zu entfernen«, berichtet die Apothekerin. Die Hitze staue sich dann unter der Quarkschicht, was die Beschwerden verschlimmern kann. Außerdem könne es zusätzliche Schmerzen verursachen, den ausgetrockneten Quark zu entfernen. »Da sind kühlende Gele aus der Apotheke sicher sinnvoller und hilfreicher«, findet Habighorst-Klemm.

Zum Arzt sollte man, wenn:

  • sich Brandblasen beim Sonnenbrand gebildet haben,
  • die Einstichstelle stark anschwillt (Gelenke sind nicht mehr sichtbar),
  • man allergisch reagiert,
  • eine Biene oder Wespe in den Mund oder die Nase gestochen hat oder
  • sich der Stich stark entzündet und eitert.
  • Bei Atemnot sofort die 112 anrufen!
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