Bei Stichen von Mücken, Bienen oder Wespen sollte man kühlen. Nicht so bei einem Bremsenstich. Da hilft Wärme besser. / © Getty Images/Makhbubakhon Ismatova
Wenn’s sticht, brennt oder beißt, gibt es erste Hilfe in der Apotheke. Darauf weist der Landesapothekerverband Baden-Württemberg hin. »Die Apotheken vor Ort haben nützliche Tipps, welche Hausmittel die Beschwerden lindern und welche Arzneimittel die Heilung unterstützen. Was beim Wespenstich hilft, kann die Begleiterscheinungen bei einem Bremsenbiss schlimmer werden lassen.«
»Viele Menschen kühlen instinktiv einen Bremsenbiss, wie man es bei Insektenstichen eben auch tun würde. Da die Bremse aber ein Gift in die Haut abgibt, sollte die betroffene Stelle mit Wärme behandelt werden, um das Gift unschädlich zu machen«, erklärt Apothekerin Friederike Habighorst-Klemm.
Das gelte auch beim Stich eines Petermännchens, eines barschartigen Fisches mit giftigen Stacheln, der sich in Sand und Schlamm vergräbt. »Je wärmer, umso besser«, empfiehlt die Apothekerin hier, jedoch nicht so heiß, dass man sich verbrennt. »In der Apotheke gibt es kleine Geräte, die die richtige Menge an Wärme auf die Hautstelle leiten. Sie sind nicht viel größer als ein Kugelschreiber und passen in jede Tasche«, so der Tipp der Patientenbeauftragten des LAV.
Auch bei Stichen von bestimmten Quallenarten könne Wärme gut helfen. Dagegen sollte die betroffene Stelle auf keinen Fall mit Süßwasser gespült werden. »Das aktiviert die giftigen Tentakel erst so richtig! Meerwasser ist da eine tolle Lösung und gleich verfügbar«, rät die Apothekerin.
Die Stiche von Wespen, Bienen und Mücken werden gekühlt – ebenso ein Sonnenbrand. »Der Tipp, Quark auf einen Sonnenbrand aufzutragen, kursiert schon lange und hartnäckig. Es ist richtig, dass dieser die Haut kühlt. Aber viele Sonnenanbeter vergessen, ihn rechtzeitig zu entfernen«, berichtet die Apothekerin. Die Hitze staue sich dann unter der Quarkschicht, was die Beschwerden verschlimmern kann. Außerdem könne es zusätzliche Schmerzen verursachen, den ausgetrockneten Quark zu entfernen. »Da sind kühlende Gele aus der Apotheke sicher sinnvoller und hilfreicher«, findet Habighorst-Klemm.
Zum Arzt sollte man, wenn: