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Deutscher Apothekertag 

Spahn macht Hoffnung auf Entfristung von Sonderregeln 

Auch auf die pharmazeutischen Dienstleistungen ging der Minister ein. Für deren Umsetzung sollen eigentlich Krankenkassen und Apotheken gemeinsam eine Lösung finden. Doch nach monatelangen zähen Verhandlungen soll nun die Schiedsstelle eine Entscheidung fällen.

Insgesamt 150 Millionen Euro sollen für diese Services ab 2022 zur Verfügung stehen. Das ist auch dem Minister sehr wichtig. Er zeigte kein Verständnis für die ablehnende Haltung des GKV-Spitzenverbands. »Die Kassen werden damit keinen Cent sparen, egal wie bockig sie sich anstellen.«

Spahn kündigte zudem an, dass eine entsprechende Rechtsverordnung in der kommenden Woche veröffentlicht werde, die die Rücknahme der Grippe-Impfstoffe, die noch von letztem Jahr in den Apotheken liegengeblieben sind regeln soll. 

Spahn vorerst gegen Covid-19-Impfung in der Apotheke

Dem Angebot der Apotheker, Auffrischimpfungen gegen Covid-19 zu übernehmen, erteilte Spahn eine klare Absage. Zwar freue er sich über die vielen Modellprojekte zur Grippeimpfung in der Apotheke. Aber mit Blick auf einen neuen Impfstoff, der zusätzlichen Beratungsbedarf mit sich bringe, sei jetzt nicht die richtige Zeit, diese Grundsatzdiskussion zu führen.

Auch über Antikörpertests, die den Titer vor einer Auffrischungsimpfung prüfen, sprach Spahn in Düsseldorf. Gerade sei in der Prüfung, inwiefern die Kosten der Tests gerade für Immunsupprimierte vom Bund übernommen werden könnten. In diesem Zuge werde auch geklärt, wer die Tests anbieten könnte. Ob auch Apotheken dafür infrage kommen, ließ Spahn jedoch offen. Zudem sei es eine Überlegung, dass mit dem Nachweis eines Antikörpertests plus einer Impfung auch der vollständig immunisierte Status erreicht werden könne, ähnlich wie es jetzt mit einem PCR-Testergebnis funktioniere. Dafür soll es auch ein Zertifikat geben. »Da sind wir gerade in der Umsetzung«, so Spahn.

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