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Niedersachsen

Schulungen zur Grippeimpfung in Apotheken starten

In einigen Regionen bieten Apotheken bereits Grippeschutzimpfungen an. Bald dürfte dies auch in Niedersachsen der Fall sein: die ersten Schulungen für die Apotheker starten nächste Woche.
Ev Tebroke
23.10.2020  14:45 Uhr

Im Rahmen von Modellprojekten können auch Apotheken Schutzimpfungen gegen Grippe anbieten. In der Region Nordrhein und im Saarland impfen die Apotheker bereits. Die Bayern wollen in der kommenden Woche an den Start gehen. Und auch in Niedersachsen dürfte es bald soweit sein: Die Vertragsverhandlungen mit den Kassen sind abgeschlossen und die erforderlichen Schulungen laufen jetzt an.  Zwar möchte der Apothekerverband Niedersachsen (AVN) noch keine konkreten Details zu den Vertragspartnern und -inhalten nennen, die Gespräche seien aber abgeschlossen, heißt es. Die Apothekerkammer Niedersachsen (AKN) startet am 29. Oktober mit der ersten Schulung in Hannover. Am 2. November findet eine Schulung in Osnabrück statt, am 3. November in Oldenburg. Die Qualifizierung gliedert sich dabei gemäß dem Curriculum der Bundesapothekerkammer in mehrere theoretische und praktische Teile. Der praxisbezogene Teil wird durch einen Arzt vermittelt. Das Interesse scheint groß, die ersten drei Schulungen sind ausgebucht. Weitere Termine können auf der Internetseite der AK eingesehen werden, pro Schulung sind maximal 25 Teilnehmer möglich.

Bis die ersten Apotheken in Niedersachsen Grippeimpfungen durchführen können, dauert es aber noch etwas. Voraussichtlich Mitte bis Ende November 2020 könnte es in den ersten Offizinen soweit sein. Zunächst müssen noch das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) und das Robert-Koch-Institut (RKI) prüfen, ob die Verträge die gesetzlichen Vorgaben erfüllen.  Angesichts der bundesweit angespannten Situation bei der Verfügbarkeit von Grippeimpfstoffen bleibt auch abzuwarten, wie viele Apotheken an dem Modellprojekt teilnehmen werden.

»Wir hoffen, dass sich vorrangig die Apotheker qualifizieren, die auch ausreichend Impfstoff vorrätig haben«, bekräftigt der stellvertretende LAV-Chef Mathias Grau gegenüber der PZ. Der Verband hat sich demnach mit dem Vertragspartner auf Einzelimpfstoffe geeinigt. Aber auch der Bedarf an Einzelimpfstoffen, die eigentlich eher für Privatpatienten eingesetzt werden, ist derzeit nicht gedeckt.

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