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DKG-Zukunftsforum
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Resilienz trotz Spardruck: Eine unlösbare Aufgabe?

Das Thema Krisenresilienz des Gesundheitssystems im Kontext der aktuellen Sparpolitik der Bundesregierung wurde heute auf dem Zukunftsforum der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) beleuchtet.
AutorKontaktMelanie Höhn
Datum 21.05.2026  16:05 Uhr

»Resilienz kostet Geld«

Peter Bobbert, Präsident der Ärztekammer Berlin und Mitglied des Bundesvorstands des Marburger Bunds, stellte heraus, dass eine erfolgreiche Krisenbewältigung »aus einem Puffer heraus« bewältigt werden sollte. »Wenn die Krankenhäuser noch mehr belastet werden, werden wir diesen Puffer nicht haben. Bereits im Normalzustand müssten die Krankenhäuser mit einem Puffer ausgestattet werden. Wir brauchen einen Plan«, forderte er.

Bobbert betonte, dass Krisenszenarien regelmäßig geübt werden sollten. »Ich denke, wir sind auf einem guten Weg, weil wir darüber sprechen und bereit sind, uns bestmöglich darauf vorzubereiten.« 

Am Ende müsse man jedoch auch über Geld reden: »Resilienz kostet Geld«. In Berlin seien die Krankenhäuser am Anschlag und ein Spargesetz werde diesen Anschlag »nicht beheben, sondern verschärfen«. Bobbert: »Wir werden aufgrund der aktuellen Vorhaben weniger resilient sein, als wir es gerne hätten«. 

In wirklichen Krisensituationen würden Krankenhäuser zu Dreh- und Angelpunkt werden, weshalb sie krisenfest gestaltet werden müssten. »Krankenhäuser sind Orte der Daseinsvorsorge und es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, sie zu finanzieren.«

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