| Melanie Höhn |
| 21.05.2026 16:05 Uhr |
Die bayerische Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) fordert die Stärkung der Resilienz des Gesundheitssystems, damit es auch unter Extrembedingungen funktioniert. / © Imago/Panama Pictures
Mit der Frage nach der Krisenfestigkeit unter Spardruck werde im Grunde der Kern vieler aktueller Sorgen und Anstrengungen getroffen, sagte die Bayerische Staatsministerin für Gesundheit, Pflege und Prävention Judith Gerlach (CSU) in einer Video-Botschaft. »Krisen sind leider kein theoretisches Szenario mehr. Die sicherheits- und gepolitische Lage zwingt uns dazu, neue Risiken auch sehr ernst zu nehmen und die erforderlichen Vorbereitungen zu treffen.«
»Wir müssen die Resilienz unseres Gesundheitssystems daher unbedingt stärken, damit es auch unter Extrembedingungen funktioniert. Gleichzeitig steigen die Gesundheitskosten weiter an«, so Gerlach. Die Bundesregierung wolle mit dem aktuellen Gesetzesentwurf die GKV und vor allem die Beiträge der Versicherten stabilisieren. Gerlach sieht das als grundsätzlich »richtige und vor allem längst überfälligen Ansatz«. Dennoch gibt sie zu bedenken, dass manche Vorschläge noch einmal kritisch hinterfragt werden müssten. Dazu zähle die Krankenhausvergütung, denn die Kliniken hätten keine Wirtschaftlichkeitsreserven mehr.
Parallel dazu würden die Personalkosten und die Qualitätsvorgaben steigen. Gelach fordert: »Wir sollten daher die Vorschläge für die Krankenhäuser moderater anpassen. Und wir brauchen weitere Maßnahmen, um die Krankenhäuser effektiv und nachhaltig zu erlassen. Ich denke dabei vor allem an den massiven Abbau bürokratischer Vorgaben.«
Das Bundesland Bayern bereite sich intensiv auf diese neuen Herausforderungen vor, »aber Gesundheitssicherheit ist eine nationale Aufgabe«, erklärte die Politikerin. Sie sei daher gespannt auf den Entwurf des Gesundheitssicherstellungsgesetzes (GeSiG) des Bundes und die entsprechenden Vorschläge zur Finanzierung.
»Ich kann Ihnen versichern, wir werden mit allem Nachdruck beim Bund am Ball bleiben. Es geht um nichts weniger als um die Zukunft unserer Krankenhäuser und zwar in ganz Deutschland«, resümierte Gerlach.