| Theo Dingermann |
| 05.11.2026 11:00 Uhr |
Die Ergebnisse sprechen dafür, dass manche anhaltenden Verhaltenseffekte kleiner oder stärker von den Versuchsbedingungen abhängig sein könnten als angenommen. Vereinzelte positive Resultate könnten zudem Zufallsbefunde sein. Die Studie zeigt damit, wie wichtig gemeinsame Prüfprotokolle und unabhängige Wiederholungen sind, bevor aus Tierexperimenten weitreichende Wirkmodelle entstehen.
Zur klinischen Einordnung der Studie ist es wichtig zu betonen, dass die Untersuchung keine Unwirksamkeit bei Menschen belegt. Getestet wurden eine Dosis, ein Behandlungsschema und überwiegend Zeiträume von einem bis wenigen Tagen. Andere Dosierungen, Krankheitsmodelle oder spätere Messungen könnten andere Befunde ergeben.
Zudem bilden die verwendeten Verhaltenstests eine menschliche Depression nur begrenzt ab. Die subjektive psychedelische Erfahrung lässt sich bei Mäusen kaum erfassen.