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Pflegenetzwerk und Retax-Schutz
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Praxis-Tipps von Kollegen

Auf dem PZ- Managementkongress erklärte Apotheker Nojan Nejatian, wie lokales Engagement einen Mehrwert für Apotheken und Patienten generiert. Später sprach sein Kollege Steffen Kuhnert über vermeidbare Retaxationen. 
AutorKontaktLukas Brockfeld
Datum 29.03.2026  16:42 Uhr

Hochpreiser und Retaxationen

In einem weiteren Vortrag setzte sich Steffen Kuhnert, Apotheker und Gründer sowie Geschäftsführer der Online-Beratung »Frag die Apotheke«, mit dem Problem der vermeidbaren Retaxationen auseinander. »Retaxation ist Alltag, es ist kein Randthema, sondern betrifft uns alle«, sagte Kuhnert. 

Hochpreisige Arzneimittel seien besonders oft von Retaxationen betroffen und spielten gleichzeitig eine wachsende Rolle in der Versorgung. »In den vergnagenen fünf Jahren ging die Zahl der abgegebenen Hochpreiser stetig nach oben, immer mehr Apotheken geben Hochpreiser ab. Im Durchschnitt werden Arzneimittel immer teurer«, erklärte der Apotheker. 

Kuhnert verwies auf Zahlen von Noventi, wonach die durchschnittliche Apotheke 0,08 Prozent des monatlichen Bruttoumsatzes, beziehungsweise 264 Euro, durch Retaxationen verliere. »Das klingt vielleicht nach nicht viel. Doch wir regen uns oft über deutlich geringere Kosten auf. Monat für Monat, kummuliert über Jahre, kommen da größere Beträge zusammen. Und gerade weil es Durchschnittsbeträge sind, sind viele Apotheker auch schlechter aufgestellt«, erklärte der Apotheker. 

Im Anschluss stellte Kuhnert ausführlich das Tool »Scan Dialog« von Noventi vor. Das Programm soll mit einer automatischen Rezeptkontrolle mehr als 50 Prozent der Retaxationen verhindern. 

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