| Cornelia Dölger |
| 06.05.2026 18:00 Uhr |
Gemeinsam für den PTA-Nachwuchs: (v..l.) Apotheker und Verbands- sowie Kammerdelegierter Nojan Nejatian, die Apothekerinnen Katja Hintz, Sarah Winkler und Christiane Schmidt von der Ludwig-Fresenius-Schule sowie Kammervorstand Cora Menkens. / © privat
Nejatian ist Inhaber der Heegbach-Apotheke im hessischen Erzhausen und engagiert sich berufspolitisch. Neben Apothekerinnen und Apothekern bilden für ihn PTA eine feste Säule im Apothekenteam. Schon länger trägt er sich daher mit der Idee, die PTA-Ausbildung in Hessen ganz praktisch zu verbessern.
Dass die PTA-Schulen in der Region dafür verstärkt mit der hessischen Apothekerkammer kooperieren sollten, um deren fachliche Expertise zu nutzen, schlug Nejatian bereits im Februar gegenüber der PZ vor. »Ein strukturierter und kontinuierlicher Austausch könnte schnell, unbürokratisch und nachhaltig zur Qualitätsentwicklung der PTA-Ausbildung beitragen«, so Nejatian damals. Perspektivisch sollten die PTA-Schulen zum Beispiel regelmäßig über Kammerfortbildungen informiert werden. Eine fachliche Anbindung an die Kammern erscheine ihm folgerichtig.
In dieser Sache kann Nejatian nun einen Erfolg vermelden. Delegierte der Kammer Hessen und Vertreter der Ludwig-Fresenius-Schulen (LFS) seien jetzt im Wortsinn an einen Tisch gekommen und hätten sich in Frankfurt zu einem offenen Austausch getroffen. Damit sei der Grundstein für eine engere Zusammenarbeit gelegt worden, so Nejatian zur PZ. In Frankfurt werden demnach rund 160 angehende PTA an der LFS-PTA-Schule in zwei Jahrgängen ausgebildet.
Im Fokus des Gesprächs, an dem Schulleiterin Christiane Schmidt, ihre Stellvertreterin Katja Hintz sowie Lehrerin Sarah Winkler und von Kammerseite Vorstandsmitglied Cora Menkens und Nojan Nejatian teilnahmen, stand die Frage, wie Kammer und Schule künftig besser kooperieren können. Es gelte, die Ausbildungsqualität noch zu steigern und den Einstieg in den Apothekenalltag zu erleichtern.
Hier seien ein regelmäßiger Austausch und eine engere Vernetzung unabdingbar, zeigten sich beide Seiten überzeugt. Als gutes Signal für die Nachwuchsförderung hob man in dem Zusammenhang die neu entstandene PTA-Schule in Marburg hervor.
Theorie und Praxis will man mit der Kooperation besser verbinden, etwa durch blockweise Wechsel zwischen Unterricht und praktischer Ausbildung, ähnlich wie es in anderen Gesundheitsberufen üblich ist. Bei der Digitalisierung will man aufholen: Die Schule hat bislang keine Fördermittel aus dem bundesweiten Digital-Pakt Schule erhalten – hier bestehe noch Entwicklungspotenzial.